Familie, Freunde und Wegbegleiter nehmen Abschied von Jules Bianchi. Foto: Olivier Anrigo
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Familie, Freunde und Wegbegleiter nehmen Abschied von Jules Bianchi. Foto: Olivier Anrigo
Sebastian Vettel trauerte in Nizza. Foto: Olivier Anrigo
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Sebastian Vettel trauerte in Nizza. Foto: Olivier Anrigo
Auch Nico Rosberg war auf der Trauerfeier in Nizza. Foto: Olivier Anrigo
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Auch Nico Rosberg war auf der Trauerfeier in Nizza. Foto: Olivier Anrigo
In Nizza flossen viele Tränen. Foto: Olivier Anrigo
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In Nizza flossen viele Tränen. Foto: Olivier Anrigo
Der Helm soll an Jules Bianchi erinnern. Foto: Olivier Anrigo
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Der Helm soll an Jules Bianchi erinnern. Foto: Olivier Anrigo

Abschied von Formel-1-Pilot Bianchi

Voller Schmerz nimmt die Welt von Jules Bianchi Abschied. Die Trauerfeier in seiner Heimatstadt Nizza ist hochemotional. "Dein Fehlen wird eine schmerzliche Bewährungsprobe sein."

Nizza (dpa) - Auf dem Sarg von Jules Bianchi liegt bunt schimmernd sein alter Formel-1-Helm. Dahinter haben die Trauernden Aufstellung genommen. Mit einer bewegenden Zeremonie haben sich Familie, Freunde, Kollegen und Fans von dem Formel-1-Piloten verabschiedet.

Dutzende Menschen wohnten dem Gottesdienst am Dienstag in Nizza bei. "Er wird in unseren Herzen für immer ein Champion bleiben", sagte Ferrari-Testfahrer Jean-Éric Vergne in der Cathédrale Sainte-Réparate in Bianchis Geburtsort.

Unter den Trauernden um Vater Philippe und Mutter Christine war auch das deutsche Formel-1-Trio Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Nico Hülkenberg sowie Weltmeister Lewis Hamilton. Automobilweltverbandschef Jean Todt, die französische Motorsport-Ikone Alain Prost und Frankreichs Sport-Staatssekretär Thierry Braillard erwiesen Bianchi ebenfalls die letzte Ehre. Vettel und Williams-Ersatzfahrer Adrian Sutil gehörten zu den Sargträgern.

Am von Blumen gesäumten Portal der Kathedrale hingen zwei große Banner mit Porträts von Bianchi. Während Vertraute Bianchis Sarg in die Kathedrale trugen, wurde der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge "Hotel California" von den Eagles gespielt. Die Trauerfeier wurde für die Fans vor dem Gotteshaus über Lautsprecher auf den Kirchenplatz übertragen.

"Der Tod von Jules ist zutiefst ungerecht", sagte der Priester während der Zeremonie. Bianchi sei glücklich gewesen, weil er seinen Rennfahrer-Traum habe verwirklichen können. "Dein Fehlen wird eine schmerzliche Bewährungsprobe sein, aber wisse, dass wir dich für immer lieben", sagte Bianchis Schwester Mélanie und rang um Fassung.

McLaren-Renndirektor Eric Boullier sprach schon vor der tränenreichen Zeremonie von einer Reise mit "schweren Herzen" zum anstehenden Grand Prix in Ungarn. Die Formel 1 werde "am Sonntag zusammenkommen, um in Stille und mit Respekt" Abschied zu nehmen.

Bianchi war vor neun Monaten beim Grand Prix von Japan in Suzuka in einen Bergungskran gerast und hatte schwere Gehirnverletzungen erlitten. Am vergangenen Freitag starb der frühere Marussia-Pilot in einem Krankenhaus in Nizza. Bianchi wurde nur 25 Jahre alt.

Noch vor der Trauerfeier hatte sich der Automobilweltverband FIA zu einer besonderen Geste entschlossen. Demnach wird die Formel 1 Bianchis Startnummer 17 nicht mehr vergeben.

Der Priester beschloss die Zeremonie mit einem emotionalen Aufruf: "Jules konnte nie auf ein Formel-1-Podium steigen, also bitte ich Sie jetzt darum, ihm zu applaudieren." Während auf Bianchis Sarg sein Helm ruhte, klatschten die Trauergäste minutenlang.

FIA-Mitteilung

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