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Allianz Arena teurer als gedacht

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- München - Rein von den Zuschauerzahlen ist die Allianz Arena ein Gewinn - auch gegen Hertha BSC vermeldete der FC Bayern wieder einmal ausverkauftes Haus - dennoch muss der deutsche Rekordmeister den Betrieb in der Allianz Arena finanziell künftig mit mehreren Millionen Euro zusätzlich unterstützen.

Einem Bericht der "SZ" zu Folge fallen in dem neuen Münchner Stadion deutlich höhere Betriebskosten an, als die Verantwortlichen zunächst angenommen hatten. Nach zwei Spielzeiten werde der Fehlbetrag "irgendwo zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegen", wird Karl Hopfner, Finanzvorstand der Bayern, zitiert. "In den nächsten Jahren werden weitere Kapitalzuflüsse an die Stadiongesellschaft erforderlich sein", sagte Hopfner. Als Grund für die hohen Betriebskosten des 350 Millionen Euro teuren Bauwerks nannte der Finanzexperte die "ganz gewaltig gestiegenen Energiekosten".

Außerdem muss der FC Bayern eine Garantieerklärung abgeben. Damit soll gewährleistet werden, dass der Verein genügend Geld an die Stadiongesellschaft überweist, damit diese ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. An den Ausgaben für die Bundesliga-Mannschaft werde der FC Bayern wegen der Verpflichtungen für die Arena nicht sparen müssen, versicherte Hopfner aber im gleichen Atemzug: "Wir haben ja auch bisher nicht das ganze Geld in die Mannschaft gesteckt." Auf dem Transfermarkt könne man, pflichtete Manager Uli Hoeneß ihm bei, weiterhin jederzeit "in einer Größenordnung von 20 bis 25 Millionen" zuschlagen - "trotz der Arena-Problematik". Solange man international spiele, hielten sich die Sorgen in Grenzen.

Der TSV 1860 konnte vor einem halben Jahr eine drohende Pleite nur mit dem Verkauf seiner Stadionanteile an den FC Bayern abwenden. Wenn die Löwen die Anteile an der Spielstätte einmal zurückkaufen wollen, wie es eigentlich verabredet wurde, müssten sie auch nachträglich die Hälfte der Zusatzkosten übernehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Zweitligist das leisten kann, ist ziemlich gering.

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