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Anklagen nach Wettskandal

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- Frankfurt - Drei Monate nach der WM wird der deutsche Fußball mit der Wirklichkeit eines Wettskandals größeren Ausmaßes konfrontiert. Wegen Spiel-Manipulation hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen acht Männer erhoben.

Wie Staatsanwältin Silke Hüttig bekannt gab, wird den Angeklagten die "Verabredung zu gewerbsmäßigem und bandenmäßigem Betrug" im Zeitraum von Sommer 2005 bis zum 6. März 2006 vorgeworfen. Die Beschuldigten, von denen zwei des versuchten und vollendeten Betrugs bezichtigt werden, sollen Spiele der Zweiten Liga, der beiden Regionalligen Nord und Süd sowie der österreichischen 1. Bundesliga manipuliert haben.

Die Staatsanwaltschaft informierte gestern auch den DFB. "Wir werten die staatsanwaltlichen Ermittlungen sorgfältig aus und werden dann entscheiden, ob es irgendwelche sportrechtlichen Konsequenzen gibt", erklärte DFB-Sprecher Klaus Koltzenburg. Gegen weitere aktive Spieler als die Beschuldigten sei keine Anklage erhoben worden.

Als Kopf der Bande gilt ein 45-jähriger Asiate, dessen Identität nicht geklärt ist. Er soll im Sommer 2005 mit einem 24-jährigen Libanesen, der unter dem Namen "Ali" auftrat, vereinbart haben, Spielern aus den genannten Ligen Geld zu bieten. Dadurch wollten sie bei meist im Ausland platzierten Wetten Gewinne erzielen. Die Staatsanwaltschaft geht von Wettumsätzen im zwei- bis dreistelligen Euro-Millionenbereich aus.

Zu den Angeklagten zählen auch ein 43-jähriger Serbe, ein Ex-Profi und -Trainer, ein 28-jähriger Lizenzspieler von Elversberg, zwei afrikanische Spieler aus Erfurt, ein Portugiese von der SpVgg Bayreuth sowie ein 26-Jähriger mit deutsch-polnischer Staatsangehörigkeit.

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