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Deutsche Fünfkämpferin sorgte für Pferde-Eklat - nun spricht der Besitzer von „Saint Boy“

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annika schleu Moderner Fünfkampf
Beim modernen Fünfkampf verzweifelte Annika Schleu an Saint Boy. © Marijan Murat/dpa

Nach dem Drama um Fünfkämpferin Annika Schleu, die ihr Pferd bei Olympia heftig traktierte, gaben die Besitzer vom „Saint Boy“ ein Update zu dessen Zustand.

Tokio/Berlin - Zwei Tage vor dem Ende der Olympischen Spiele in Tokio sorgte die deutsche Fünfkämpferin Annika Schleu für einen Eklat. Die 31-Jährige hatte es mit dem widerspenstigen Pferd Saint Boy zu tun und schaffte es nicht, den Parcours zu meistern. Das Pferd verweigerte weiter, weshalb Schleu verzweifelt die Gerte einsetzte. Besonders der laute Aufruf ihrer Trainerin Kim Raisner, mit mehr Gewalt auf das Tier einzuwirken, sorgte für viel Empörung und Diskussionen. Die Besitzer von Saint Boy meldeten sich nach Olympia zu dessen Gesundheitszustand.

Olympia: Fünfkämpferin Annika Schleu sorgt für Skandal - Trainerin erklärte sich nach Aufruf

Viele Vorwürfe hatte Schleu nach dem Vorfall über sich ergehen lassen müssen, unter anderem den der Tierquälerei. „Ich fühle mich natürlich schon angegriffen, wenn gesagt wird, dass ich unmenschlich bin, wenn Vorwürfe der Tierquälerei geäußert werden“, meinte sie gegenüber der dpa, zudem sei sie „nach bestem Gewissen mit dem Pferd umgegangen“. Ihre Trainerin Kim Raisner wurde angesichts ihrer Aussagen sogar von den Spielen ausgeschlossen.

Raisner hatte Schleu aminiert, weiter auf das Pferd einzuschlagen. „Hau mal richtig drauf! Hau drauf!“, rief die 48-Jährige. Des Weiteren soll die Bundestrainerin dem verängstigten Tier einen Schlag mit der Faust verpasst haben und gestand sich später ihren Fehler ein. „Im Nachhinein kann man vielleicht sagen, das war zu harsch. Ich weiß, auch dieser Klaps auf den Hintern, der hätte nicht sein müssen, aber der war nicht doll“, stellte sie im Gespräch mit der dpa klar. Um ihren Ausschluss von den Olympischen Spielen kam sie jedoch nicht rum, auch wurde sie vom Deutschen Olympischen Sportbund von ihren Aufgaben entbunden.

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Dabei hatte Raisner sogar per Antrag einen Wechsel des Pferds gefordert. Saint Boy hatte schon bei der Russin Gulnas Gubaidullina drei Mal gestreikt, erst beim vierten Mal sieht das Reglement einen Wechsel vor. Der Antrag der deutschen Trainerin wurde abgelehnt, so nahm das Unheil seinen Lauf. Erschwerend kam hinzu, dass sich Leih-Pferd und die Sportlerin den Regeln zufolge nur 20 Minuten lang kennen lernen, ehe der Parcours ansteht.

Nach dem Wettbewerb beruhigten die Besitzer des Vierbeiners jedoch die Gemüter. Über den Dachverband des modernen Fünfkampfes gaben diese auf Twitter ein Update über den Gesundheitszustand von Saint Boy, der sich nun wieder in seiner Heimat in der Präfektur Shiga aufhalte. Dazu wurden zwei Fotos des Pferds des Minakuchi Riding Club gepostet, es sei „bei guter Gesundheit, obwohl es vom Wettkampf erschöpft ist“. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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