Ausgebooteter Wörns will Klinsmann zur Rede stellen

- Hamburg - Enttäuscht, frustriert und mit heftiger Kritik an Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat Christian Wörns auf seine Verbannung aus dem Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Länderspiele in der Türkei (8. Oktober) und gegen China (12. Oktober) reagiert. "Ich habe immer gedacht, es geht nach Leistung. Aber das ist bei mir anscheinend nicht der Fall", wetterte der Routinier.

Neun Monate vor der Heim-WM wollte der Dortmunder selbst einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nicht ausschließen. "Da muss ich noch ein paar Nächte drüber schlafen. Im Moment bin ich ein bisschen rat- und sprachlos. Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll." Wörns hatte lediglich eine Einladung zum Fitnesstest am 3. und 4. Oktober erhalten, an dem insgesamt 26 Spieler teilnehmen sollen.

Die Nachricht von seiner Nicht-Nominierung hatte Klinsmann dem seit 1992 in 66 A-Länderspielen erprobten Routinier lediglich auf der Mailbox seines Mobiltelefons hinterlassen. Zudem hatte der Bundestrainer in einer vom DFB verbreiteten Pressemitteilung erklärt, die Youngster Per Mertesacker (20) und Lukas Sinkiewicz (19) hätten "derzeit leicht die Nase vorn". Wörns war von dieser Aussage "enttäuscht und überrascht. Dass jemand die Nase vorn haben soll oder dass Spieler dabei sind, die in ihrem Verein nicht mal zum Kader gehören, das kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen."

Wörns kündigte an, so bald wie möglich das Gespräch mit Klinsmann zu suchen: "So kann man seine Aussagen nicht stehen lassen."

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