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Ausschreitungen in Berlin und Augsburg: Verletzte

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- Berlin - Im deutschen Fußball reißt die Serie der durch gewalttätige Anhänger provozierten Zwischenfälle nicht ab. Sowohl beim Spiel der 2. Bundesliga zwischen Augsburg und 1860 München als auch bei der Regionalliga-Partie Hertha BSC II gegen Dresden gab es Ausschreitungen.

In Berlin wurden bei Krawallen der Dresdner Gästefans 23 Polizisten verletzt. Vier der Beamten seien mit Rippenprellungen, wegen Verdachts auf Knochensplitterungen und Gelenkverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. 22 Personen wurden festgenommen. In Augsburg randalierten 1860-Anhänger vor und während des Spiels. Die Polizei nahm 21 Anhänger vorläufig fest. 56 Personen erlitten durch den Pfeffersprayeinsatz der Polizei Augenreizungen und mussten ambulant behandelt werden.

Das Spiel in Berlin hatte nach Angaben der Polizei mit einer halbstündigen Verspätung begonnen. Der Spielbeginn sei verlegt worden, um einer Gruppe mit der Bahn verspätet eintreffender Dynamo-Fans die Teilnahme an dem Spiel zu ermöglichen. Bereits im Vorfeld habe sich daher unter den Fans eine aggressive Stimmung aufgebaut, so die Polizei.

Während der zweiten Halbzeit habe es im Gästeblock des Friedrich- Ludwig-Jahn-Stadion erste Störungen gegeben. Einige Fans zündeten einen so genannten Nebeltopf, rissen mehrere Sitze aus ihren Verankerungen und warfen sie in Richtung der Ordner. Als vier Minuten vor Spielende das Ausgleichstor für Hertha fiel, versuchten mehrere Dynamo-Fans, ein Fluchttor zu öffnen und auf das Spielfeld zu laufen. Die Ordner verhinderten dies und wurden daraufhin von den Randalierern angegriffen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Als die Fans das Stadion verließen, wurden weitere Einheiten eingesetzt, um das Übergreifen der Krawalle auf das Stadtgebiet zu verhindern. Die Lage beruhigte sich erst als die angereisten Fans ihre Züge erreicht hatten. Den Festgenommenen wird unter anderem Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung vorgeworfen. Auch zwei Anzeigen gegen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt seien erstattet worden, hieß es.

Nach Polizeiangaben aus Augsburg randalierten Fans der «Löwen» schon auf der Fahrt ins Stadion in einem Reisebus, wobei sie mehrere Scheiben des Fahrzeuges zertrümmerten. Davor hatte die Gruppe in Augsburg Passanten angepöbelt und mit Flaschen geworfen. Während des Spiels randalierten etwa 150 Münchner Anhänger im Fan-Block. 1860-Sportdirektor Stefan Reuter war während des Spiels in den Block gegangen und hatte versucht, die Fans per Megafon-Ansprache zu beruhigen.

Zuletzt hatten gewaltbereitete Anhänger häufiger für Aufsehen gesorgt. Beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in Bratislava hatte die slowakische Polizei am 11. Oktober massiv gegen deutsche Randalierer durchgegriffen. Die DFB-Pokalpartie zwischen den Stuttgarter Kickers und Hertha BSC hatte abgebrochen werden müssen, da der Schiedsrichter-Assistent von einem Bierbecher am Kopf getroffen worden war.

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