Aygüns Abschiedsspiel

- München - Am 14. August erlebte die SpVgg Unterhaching die bisher bitterste Stunde dieser Zweitliga-Saison: Mit 0:4 mussten sich die Schützlinge von Trainer Harry Deutinger in Siegen geschlagen geben. Am Sonntag ist Revanche angesagt. "Nach dem glücklichen 1:1 in Paderborn könnten wir uns mit einem Heimsieg weiter aus der Abstiegsregion entfernen", wünscht sich Deutinger, der sein Team umbauen muss, denn Thomas Sobotzik ist nach der fünften gelben Karte gesperrt.

Einige Ex-Löwen könnten gegen die Sportfreunde eine Rolle spielen: So hat Stefan Frühbeis den Muskelfaserriss auskuriert und kehrt eventuell in die Abwehrreihe zurück. Für den gesperrten Sobotzik könnte Christian Holzer in die Bresche springen. Doch der Neuzugang vom TSV 1860 ist eher skeptisch: "Spielerisch kann ich sicher mithalten, doch an das Tempo der zweiten Liga muss ich mich erst anpassen." So dürfte Ivica Majstorovic auf die Sobotzik-Position rücken, und Holzer steht als Joker bereit.

Auch Necat Aygün könnte nach auskurierter Magen-Darm-Infektion wieder auf dem Platz stehen. Für den Kapitän wäre es die Abschiedsvorstellung, denn der Wechsel zum MSV Duisburg sollte nur noch Formsache sein. Nach dem Motto "Reisende soll man nicht aufhalten" würden die Hachinger dem Abwehrspieler die Freigabe erteilen - vorausgesetzt, die Ablöse stimmt. Mit der Zahlung von 500 000 Euro zögern die Westdeutschen noch, MSV-Präsident Hellmich hatte sogar die Idee, dass sich Aygün an der Ablöse beteiligen soll. Viel Zeit bleibt den Parteien nicht. Am Dienstag um 23.59 Uhr endet die Wechselfrist. Um Aygün zu ersetzen, zeigten die Hachinger Interesse an Markus Husterer, der aber jetzt von Eintracht Frankfurt in den Regionalliga-Kader des FC Bayern zurückgekehrt ist.

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