28 Ballverluste schmerzen

- Die Zweitliga-Basketballer des FC Bayern haben im Kampf um den Klassenerhalt einen herben Rückschlag hinnehmen müssen, die Zweitliga-Damen des MTSV Schwabing hingegen halten unbeirrt Kurs in Richtung Aufstieg. Die Bayern kassierten gegen den Tabellenachten Chemnitz am Sonntag eine derbe 80:101 (39:52)-Pleite und bleiben mit 6:28 Punkten weiterhin Schlusslicht. Schwabing feierte beim 76:58 (42:35)-Sieg beim Tabellenvierten Nördlingen den sechsten Erfolg in Serie und bleibt punktgleich mit Mainz (je 28:4) Erster.

"Diese Pleite müssen wir schnell abhaken. Bei uns lief überhaupt nichts zusammen. Gegen Kronberg müssen wir im nächsten Spiel den Kopf frei haben und wieder besser auftreten", forderte Bayern-Coach Takis Genikomsidis vor dem Schlüsselspiel gegen den Tabellennachbarn am kommenden Sonntag (17 Uhr, Halle an der Säbener Straße). In diesem richtungweisenden Spiel hoffen die Münchner zudem auf Unterstützung durch ihre Fans. Die Bayern müssen unbedingt gewinnen, sonst wird es immer schwieriger das Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Denn das, was die Münchner gegen Chemnitz in eigener Halle zeigten, war über weite Strecken nicht zweitligareif.

Beispiele gefällig? Gleich 28 Ballverluste bei den Bayern zählten die Statistiker, acht davon verbuchte allein Center Henning Gutt. Immerhin brachte er es auch auf 20 Punkte und war damit bester Münchner Werfer. "Wir haben einfach zu viele Bälle hergeschenkt und es dem Gegner leicht gemacht, selbst Punkte zu erzielen", kritisierte Genikomsidis. Zudem wurde schlecht verteidigt bei den Hausherren. Deshalb hatte Chemnitz 40 Minuten lang leichtes Spiel. Jochen Losch und Jay Thomas je 14 sowie Sebastian Kling (12) konnten die 14. Bayern-Pleite im 17. Spiel nicht verhindern.

Für die Schwabinger Zweitliga-Damen hingegen gehören Niederlagen inzwischen der Vergangenheit an. Seit der Doppel-Schlappe gegen Viernheim und Mainz im Dezember des vergangenen Jahres gingen die MTSV-Damen immer als Gewinner vom Platz. Und das sollte sich auch in Nördlingen nicht ändern. Trainer Sebastian Wernthaler lobte die "souveräne Leistung" seiner Spielerinnen und hob aus einer geschlossen auftretenden Mannschaft Jezabel Ohanian hervor. Die Gastgeberinnen bekamen den Schwabinger Wirbelwind nie in den Griff. Ohanian erzielte 29 Punkte - und das mit einer traumwandlerisch sicheren Quote: drei von fünf Dreiern versenkte sie, zudem traf sie bei zehn von 13 weiteren Versuchen aus dem Feld. "Eine Klasseleistung", attestierte Wernthaler.

Seine Damen haben nun zwei Wochen Pause, ehe sie am 20. Februar gegen den Tabellenzehnten Völklingen antreten müssen. Alles andere als Sieg Nummer sieben in Serie wäre eine Überraschung. Ziel des MTSV ist es, am Ende der regulären Punkterunde als Tabellenführer in die Playoffs zu gehen. Dies würde der Mannschaft in den entscheidenden Spielen das eminent wichtige Heimrecht garantieren.

 

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