FC Bayern für Rückrunden-Start gerüstet

- Düsseldorf - Der FC Bayern München ist für den Angriff auf das Titel-Triple gerüstet, dagegen tun sich die Verfolger des Bundesliga-Spitzenreiters noch schwer. Mit zwei standesgemäßen Testspielsiegen gegen nordrhein-westfälische Oberligisten haben sich die Bayern auf die kommenden Wochen eingestimmt. Dem 4:0 (3:0) am Samstag beim KFC Uerdingen ließ der Rekordmeister am Sonntag einen 5:2 (2:1)-Erfolg beim SV Lippstadt folgen.

"Es war ein sehr guter Test. Die Lippstädter waren sehr lauffreudig, deshalb mussten auch wir viel laufen", sagte Felix Magath.

Nach fünf Siegen in sechs Vorbereitungsspielen (19:9 Tore) weisen die Bayern vor dem DFB-Pokalspiel am Dienstag gegen den FSV Mainz 05 und der Rückrunden-Eröffnungspartie am Freitag bei Borussia Mönchengladbach eine beeindruckende Test-Bilanz auf.

Allerdings musste Nationaltorwart Oliver Kahn ("Nichts kaputt, aber schmerzhaft") wegen einer verstauchten Hand pausieren, will jedoch gegen Mainz und Gladbach wieder dabei sein. "Momentan sehe ich keine Gefahr", sagte er. Nicht ungefährlich könnte der Liga-Aufgalopp werden, da den Borussen am Samstag mit einem 4:1 (0:1) gegen Borussia Dortmund die Generalprobe glänzend gelang. "Wir haben eine gute Leistung gezeigt", meinte Gladbachs Coach Horst Köppel, schränkte aber zugleich ein: "Man darf das Ergebnis nicht überbewerten."

Erbost über die deutliche Klatsche gegen den Liga-Rivalen strich Kollege Bert van Marwijk den BVB-Profis den trainingsfreien Sonntag. "Für Samstag muss etwas passieren", forderte der Niederländer mit Blick auf die Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg. Verständnis für van Marwijks Strafaktion hatte Torwart Roman Weidenfeller: "Ich kann verstehen, dass der Trainer sauer ist. Wenn man verliert, sollte man mit Anstand verlieren."

Nicht besser läuft es bei den zur Zeit "grauen Wölfen". Auch im dritten Testspiel in Serie unter dem neuen Trainer Klaus Augenthaler reichte es gegen Slavia Prag nur zu einem 0:0. "Es wird noch dauern, bis jeder weiß, wo er stehen muss", sagte Augenthaler.

Der guten Form laufen auch die Bayern-Jäger hinterher. Im Testduell zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen mussten die Tabellenzweiten und -dritten sich mit einem 1:1 (0:1) und einer mittelprächtigen Darbietung auf miserablem Boden begnügen. "Trotz der Platzverhältnisse waren gute Aktionen dabei", meinte HSV-Coach Thomas Doll. Kollege Thomas Schaaf lobte immerhin das Engagement der Spieler: "Alle waren bemüht."

Das Bemühen ist auch dem FC Schalke 04 unter dem neuen Trainer Mirko Slomka nicht abzusprechen. Am Sonntag erreichte der Revierclub beim dänischen Tabellenführer FC Kopenhagen immerhin ein 0:0 und bewies eine Woche vor dem Rückrunden-Auftakt beim 1. FC Kaiserslautern leicht ansteigende Form.

Angst macht sich beim Tabellenfünften Hertha BSC nach der 2:5 (0:1)-Blamage gegen den 1. FC Nürnberg breit. "Wenn man das gesehen hat, hat doch alles gefehlt", schimpfte Berlins Trainer Falko Götz. Den Franken dürfte der hohe Erfolg Mut im Abstiegskampf machen. "Wir waren deutlich frischer und haben das Spiel ernster genommen", sagte "Club"-Coach Hans Meyer. Optimistischer als die Berliner können die Stuttgarter in die Rückrunde gehen: Beim Blitzturnier in Reutlingen überzeugten die Schwaben mit zwei Siegen gegen den SSV Reutlingen (6:0) und dem Schweizer Erstligisten FC St. Gallen (1:0).

Bei Bayer 04 Leverkusen hat das Donnerwetter von Sportdirektor Rudi Völler nach den Pleiten gegen den Wuppertaler SV (0:3) und Kickers Emden (0:2) zum Teilerfolg geführt: Knapp mit 1:0 (1:0) gewann der kriselnde viermalige Vizemeister beim Regionalligisten Fortuna Düsseldorf. "Die Mannschaft ist überzeugend gewesen, der Sieg hätte aber höher ausfallen müssen", sagte Völler etwas versöhnlich.

Licht und Schatten gab es bei anderen Bundesligisten. Während "Schlusslicht" 1. FC Kaiserslautern beim Schweizer Erstligisten Yverdon Sport 1:0 gewann, kam der Vorletzte MSV Duisburg gegen den slowakischen Club Artmedia Bratislava nicht über ein 0:0 hinaus. Hannover 96 musste sich gegen den Schweizer Rekordmeister Grasshopper Zürich mit einem 1:1 zufrieden geben. Einen Dämpfer erhielt Eintracht Frankfurt vor dem Pokal-Viertelfinale am Mittwoch beim TSV 1860 München: Mit 1:2 verloren die Hessen bei Regionalligist TuS Koblenz.

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