Bayerns Nummer eins?

- Unterhaching - Rudi Stein strahlte übers ganze Gesicht, als er die Summe nannte, die er selbst am Halleneingang mit einem mechanischen Zählwerk per Knopfdruck ermittelt hatte. "Es sind genau 955 Leute da", verkündete der Volleyball-Vize des TSV Unterhaching am Ende der Partie gegen den SV Bayer Wuppertal voller Stolz. Der gerade mal zwei Wochen alte Besucherrekord vom glatten Heimsieg gegen den Moerser SC war damit noch einmal knapp übertroffen und auch das Resultat fiel wieder sehr erfreulich aus: Die Hachinger siegten gegen den Tabellenfünften 3:0 (25:18, 25:22, 29:27) und dürfen nach dem fünften Sieg in Serie den Blick wohl endgültig nach oben richten.

Mit einem Heimerfolg morgen Abend (19.30 Uhr) gegen die SG Eltmann wären sie schon bis auf zwei Zähler an den auf Rang vier liegenden Gästen dran.

"Wenn wir wieder so spielen wie gegen Wuppertal, ist auch gegen Eltmann ein Sieg drin", versprüht Patrick Schwaack Zuversicht. Der Außenangreifer und seine Nebenleute hatten gegen Bayer tatsächlich beeindruckt, den Gegner zwei Sätze lang dominiert und im dritten enorme Nervenstärke bewiesen, als sie ein 7:14 in ein 29:27 drehten. Dabei hatten sie einfach nur gelassen ihr Spiel durchgezogen. "Wir konnten ruhig bleiben, weil wir wissen, wie stark wir sind. Und mit diesem Selbstvertrauen holst du auch so einen Rückstand auf", führte Schwaack die außergewöhnliche Wende auf den Glauben an die eigenen Qualitäten zurück.

Gegen Eltmann werden die Unterhachinger nun wohl mit noch breiterer Brust ins Spiel gehen, aber auch mit einem zusätzlichen Schuss Motivation. Schließlich handelt es sich um ein Derby. "Seit die das Hinspiel gegen uns gewonnen haben, halten sie sich für die Nummer eins in Bayern. Wir wollen ihnen zeigen, dass wir das sind", kündigt Schwaack ein ganz heißes Match gegen die Franken an.

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