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Für die Beiers ist Platz 13 "traumhaft"

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- Calgary - Wieviel ist ein 13. Platz im Zwischenklassement einer WM wert? In den Augen von Christina und William Beier stand eine eindeutige Antwort: Überraschung, Erleichterung, Glück. Sie konnten es kaum glauben, und Trainer Martin Skotnicky fiel vor allem ein Wort ein: "Traumhaft".

Um die Freude der besten deutschen Eistänzer verstehen zu können, muss man ein paar Dinge wissen. Im vergangenen Jahr waren sie beim ersten WM-Start auf Platz 20 gelandet, und obwohl das neue Wertungssystem auch in den Tanz ein wenig Bewegung gebracht hat, gilt nach wie vor: Wer auf große Sprünge hofft, ignoriert die geheimen Gesetzte dieser Disziplin. Der Weg ist lang, ohne Geduld geht nichts, ein Hauch von Demut kann nicht schaden.

Sicher, als Pflichttanz war der Ravensburger Walzer ausgelost worden, den die Geschwister besonders gern und gut tanzen. Doch auf die Frage, ob es deshalb diesmal vielleicht schon zu Platz 15 reichen würde, wehrte Skotnicky vor dem Auftritt seines Paares ab: "Platz 15? Nie? Sie waren doch nicht bei Olympia." Als 13. der EM in Lyon im Januar hatten sie die Qualifikationsnorm des NOK für Turin um zwei Plätze verfehlt, und Skotnicky war davon überzeugt, dass sie deshalb bei der WM auf keiner Rechnung stehen würden.

William Beier (23) sagt, die Enttäuschung sei schon sehr groß gewesen, aber die Geschichte habe auch ihr Gutes gehabt. In der Zeit der Spiele hätten sie Krankheiten auskurieren können, und deshalb ginge es ihnen nun im Moment ziemlich gut; besser als sonst.

Sie liefen schwungvoll und fehlerfrei - und Wunder, oh Wunder: Das Preisgericht schloss sich ohne olympischen Vorlauf der Meinung vieler Fachleute an, dass der Ravensburger Walzer der Beiers ein guter sei. Und so ist dieser 13. Platz nach dem ersten Teil der Konkurrenz ein bemerkenswertes Resultat.

Kann sein, dass es dabei nicht bleiben wird nach dem heutigen Originaltanz und der morgigen Kür, aber die Beiers und Skotnicky haben auf lange Sicht neue Zuversicht. "Die nächste Saison ist wichtiger als das Ende von dieser", glaubt Christina (21). In den Jahren nach Olympia werden die Positionen in den Klassen der Favoriten, Anwärter und Nachrücker traditionell neu verteilt. Zumindest bei den Nachrückern sind sie nun angekommen.

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