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Belgierinnen im Halbfinale unter sich

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- London - Die Grand-Slam-Siegerinnen sind im Halbfinale von Wimbledon unter sich. Wie selbstverständlich überstanden in London Justine Henin-Hardenne und Kim Clijsters ihre Viertelfinals und buchten das erste belgische Halbfinale auf dem «Heiligen Rasen».

Die Russin Maria Scharapowa, die das bedeutende Tennisturnier vor zwei Jahren gewonnen hat, und Australian-Open-Siegerin Amelie Mauresmo aus Frankreich kämpfen um den zweiten Platz im Endspiel. Dort geht es um die Nachfolge der Amerikanerin Venus Williams, die schon in der dritten Runde gescheitert war.

Ihrem Traum vom ersten Wimbledonsieg kommt Justine Henin-Hardenne immer näher. Nach dem 6:4, 6:4 gegen die französische Qualifikantin Severine Bremond meinte die dreimalige French-Open-Siegerin: «Ich liebe dieses Turnier und hoffe, dass ich noch einmal wie 2001 ins Finale kommen kann. Das ist eine große Herausforderung.» Zum 22. Mal wird sie nun auf Kim Clijsters treffen, die sich beim 6:4, 7:5 gegen die erste Chinesin in einem Grand-Slam-Viertelfinale, die 24-jährige Na Li, allerdings sehr schwer tat.

Die Weltranglisten-30. ist in zehn Tagen die Hoffnungsträgerin des chinesischen Tennis, wenn es daheim gegen Anna-Lena Grönefeld & Co. um den Verbleib in der Fedcup-Weltgruppe geht. «Deutschland hat ein sehr starkes Team, wir haben noch viel zu tun», sagte sie. Team-Chefin Barbara Rittner hat für die Partie neben Grönefeld, Kathrin Wörle und Kristina Barrois nominiert.

«Ich habe nichts zu verlieren», sagte Clijsters. Es waren immer heiße Kämpfe zwischen den beiden Belgierinnen, von denen Justine Henin-Hardenne die wichtigsten meist gewann. Drei ihrer elf Siege errang sie in Grand-Slam-Finals und einen vor einem Monat im Halbfinale von Roland Garros, wo sie ihren fünften Grand-Slam-Titel holte. Clijsters gewann im Vorjahr die US Open.

«Ich bin froh, wieder im Halbfinale zu sein», sagte Scharapowa, die nach dem 6:1, 6:4 im russischen Duell gegen Jelena Dementjewa zum dritten Mal in der Runde der letzten Vier steht. Dort bekommt sie es mit der topgesetzten Amelie Mauresmo zu tun. Die Französin musste gegen Anastasia Myskina erbittert kämpfen, ehe sie die French-Open-Siegerin von 2004 mit 6:1, 3:6, 6:3 niedergerungen hatte. Die Melbourne-Siegerin steht zum vierten Mal im Wimbledon-Halbfinale.

Den meisten Beifall erhielten in London allerdings nicht die Viertelfinalistinnen. Ein «Flitzer» sorgte auf dem Center Court für Heiterkeit und schamhafte Verstimmung bei Maria Scharapowa. Als der junge Mann beim Stand von 3:0 für die 19-Jährige im zweiten Satz auf den «Heiligen Rasen» rannte und wenige Meter neben ihr alle Hüllen fallen ließ, drehte sie ihm pikiert den Rücken zu. «Ich wollte nicht alle Details sehen», sagte sie kichernd. Erst als der «Nackedei» von zwei Polizisten vom Platz geführt war, drehte sie sich wieder um und setzte das Spiel mit bitter-böser Miene und ihrem üblichen Stöhnen fort.

Es war der dritte männliche Flitzer in Wimbledon. Die erste «Flitzerin» hatte vor zehn Jahren den Niederländer Richard Krajicek und MaliVai Washington aus den USA vor dem Finale 1996 heimgesucht. Nur mit einer knappen Spitzenschürze bekleidet, war die Sekretärin damals an den Spielern vorbei über den halben Platz gelaufen, ehe sie vom Wachpersonal eingefangen wurde.

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