Blockierter VfB will keinen Schönheitspreis

- Potsdam - Fußball-Magerkost statt Kabinettstückchen aus der Feinschmecker-Abteilung: Nach dem mühsamen 4:2-Pflichtsieg des VfB Stuttgart gegen den SV Babelsberg als bis dahin einzig verbliebenen Oberligisten im DFB-Pokal mussten die "Pokalgesetze" als Begründung für die enttäuschende Leistung des Fußball-Bundesligisten herhalten. "Das Phänomen kennt man ja, dass gerade mental bei den höherklassigen Teams etwas blockiert ist", sagte VfB-Trainer Armin Veh.

Auch Sportdirektor Horst Held bemühte sich, die Vorstellung seiner Profis zu relativieren. Einziges Ziel sei gewesen, ins Achtelfinale zu kommen, und das habe man erreicht, so Held: "Um einen Schönheitspreis geht es im Pokal nicht." Den hätte der dreimalige Pokalsieger auch nicht verdient gehabt. Zwar erspielten sich die Gäste ein Plus an Ballbesitz, doch die Angriffe wurden ohne große Laufbereitschaft pomadig vorgetragen. Selbst nachdem Roberto Hilbert (14.) und Matthieu Delpierre (53.) eine 2:0-Führung herausgeschossen hatten, war von Souveränität wenig zu spüren.

"Wir haben gemerkt, dass die Stuttgarter auch nicht so sicher hinten stehen", sagte Babelsbergs Stürmer Aymen Ben-Hatira, dem zweimal der Anschlusstreffer (57./72.) gelang. Zwischenzeitlich hatte der in der Bundesliga-Torschützenliste führende Mario Gomez (61.) den Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Dem eingewechselten Cacau gelang das erlösende 4:2 für den VfB (80.). "Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler gemacht, die Bälle nur noch nach vorne gehauen", sagte Torhüter Hildebrand.

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