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VfL Bochum klar auf Aufstiegskurs

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- Freiburg - Der VfL Bochum kann sich beim fünften Aufstieg in die Fußball-Bundesliga nur noch selbst im Weg stehen. Nach dem 0:0 im Spitzenspiel beim heimstarken SC Freiburg beträgt der Vorsprung auf Platz vier bereits neun Punkte - und allmählich bröckelt die Zurückhaltung bei den Ruhrstädtern. "Es kann immer etwas schief gehen. Aber wenn wir weiter so gut stehen, dann passiert nichts mehr", sagte VfL-Profi Zvjezdan Misimovic angesichts der erneut starken Defensivleistung als Schlüssel zum Punktgewinn.

Nur 19 Gegentore in 27 Spielen sprechen für sich. Der ZweitligaSpitzenreiter bestätigt die alte Regel: Mit der Offensive gewinnt man Spiele, mit der Defensive Meisterschaften.

"Wenn wir weiter so gute Abwehrleistungen zeigen, dann wird es schwer, uns zu schlagen", rechnet auch VfL-Trainer Marcel Koller mit der Rückkehr ins Fußball-Oberhaus. Die Westdeutschen konnten sogar verschmerzen, dass ihnen am Montagabend vor 14 000 Zuschauern im Badenova-Stadion ein klares Tor von Tommy Bechmann (63. Minute) wegen angeblichen Abseits/ abgepfiffen worden war. "Schade, aber es war trotzdem ein gerechtes Unentschieden. Die Freiburger haben auch gegen uns gezeigt, dass sie heimstark sind", meinte Misimovic. In der mit viel Leidenschaft geführten Partie fehlten nur Torszenen. "Es wäre mehr drin gewesen", bilanzierte Koller, räumte aber ein: "Freiburg hat in der zweiten Halbzeit alles für den Sieg versucht. Mit diesem einen Punkt fahren wir zufrieden nach Hause."

Nicht unzufrieden waren auch die Freiburger, obwohl sie es verpassten, zum dritten Aufstiegsrang aufzuschließen. "Wir hätten lieber den Dreier geholt. Aber es war kein Spiel, bei dem man hinterher weinen sollte", resümierte SC-Trainer Volker Finke. Beide Teams hätten gewinnen können "und Bochum war immer saugefährlich". Der Aufstiegskampf sei noch lange nicht entschieden und Platz drei weiter in Reichweite. "Wir sind oben im Pulk dabei. Letztlich wird die Mannschaft, die in den letzten Spielen den einen Sieg mehr schafft, die glücklichere sein", rechnet der 58-Jährige mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag.

Ihre notorische Auswärtsschwäche könnte die Breisgauer den Aufstieg kosten. Magere neun Zähler in 13 Spielen unterbieten lediglich die Abstiegskandidaten Dynamo Dresden und Sportfreunde Siegen. Ob am Freitag im Schlüsselspiel beim Tabellendritten Energie Cottbus die Wende gelingt, erscheint daher fraglich. "Ich bin für Cottbus aber optimistisch, weil wir auswärts gerade gegen die starken Mannschaften gut ausgesehen haben", sagte Niels Hansen, der gegen Bochum bester Freiburger war.

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