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Bodenkontakt für Himmelsstürmer Rosberg

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- Hockenheim - Himmelsstürmer Nico Rosberg ist auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nach seinem viel versprechenden Formel-1-Debüt mit der schnellsten Runde in Bahrain und den ersten beiden Punkten sowie dem erneuten siebten Platz in San Marino herrscht Leerlauf.

«Zu Beginn der Saison waren die Ergebnisse nicht realistisch. Es sah so aus, als könnten wir Rennen gewinnen. Das war ein Irrtum», räumte der 21-jährige Williams-Pilot aus Wiesbaden vor seinem Heimrennen ein.

Auf dem Hockenheimring, wo seine Karriere 2000 im Monoposto-Motorsport begann, will Rosberg beim Großen Preis von Deutschland unbedingt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. «Die Möglichkeit ist groß, dass wir hier Punkte holen», sagte der in Monaco aufgewachsene Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg vor seinem zwölften Grand Prix. Es sei immer großartig zu Hause zu fahren.

Wie der Sohn ist auch der Vater mit dem bisherigen Saisonverlauf nur bedingt zufrieden: «Es ist eine Tatsache, dass weder er noch sein Team ganz vorn mitfahren.» Keke Rosberg hatte 1982 ebenfalls in einem Williams-Cosworth den Titel geholt. Davon ist der Neueinsteiger und sein ebenfalls mit hohen Zielen gestarteter Rennstall derzeit jedoch weit entfernt. «Wir haben uns rückwärts statt vorwärts entwickelt», zog Teamchef Frank Williams ernüchtert Zwischenbilanz.

Das belegen die Fakten: Nachdem Rosberg, der mit 17 Jahren zum ersten Mal in einem Formel-1-Cockpit gesessen hatte, in Imola als Siebter zum zweiten Mal in die Punkteränge gefahren war, schied er zwei Mal aus. Weitere zwei Mal musste er sich mit Rang neun begnügen, ein Mal mit dem elften und zuletzt in Magny-Cours gar mit dem 14. Platz.

«Die Resultate hätten natürlich etwas besser sein können, aber dafür ist nicht nur allein der Fahrer verantwortlich, sondern der Pilot in Verbindung mit seinem Team», wies das Talent die Alleinschuld vor dem Rennen an den eher enttäuschenden Resultate von sich. Unter den gegebenen Umständen sei bisher offenbar nicht mehr möglich gewesen.

Die Sprache verschlägt es dem polyglotten Piloten, für den die Formel 1 früher «etwas von einem anderen Planeten war», in dieser Schwächephase aber nicht. Der Sonnyboy-Typ mit dem blond gewellten Haar bleibt seiner (Fahr-)Linie treu: «Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass ein neuer, junger Fahrer auf der Piste auf sich aufmerksam macht. «Nico muss zusehen, dass er das Beste aus seiner Karriere macht», rät ihm Vater Keke. Selbstbewusster formulierte der Filius sein hohes Ziel: «Ich möchte allen beweisen, dass ich der Beste bin - zumindest einmal.»

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