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Brands Traum vom goldenen Wintermärchen

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- Hannover - 85 Tage vor dem Start der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland (19. Januar bis 4. Februar) hat das WM-Fieber den Bundestrainer längst erfasst. "Ich spüre den Druck und die Vorfreude, denn schon jetzt werde ich täglich mit diesem riesigen Ereignis konfrontiert", sagt Heiner Brand, der seinen Nationalspielern die Einmaligkeit einer Heim-WM ständig vor Augen führt: "Das werden Erlebnisse, die man in seinem ganzen Leben nicht mehr vergisst. Davon träumt jeder Sportler."

Im Umfeld laufen die Vorbereitungen für die "längste und beste WM aller Zeiten", wie Präsident Hassan Moustafa (Ägypten) vom Weltverband IHF erwartet, auf Hochtouren. Und Gastgeber Deutschland, der den Triumph beim eigenen Turnier anstrebt, greift dazu auch in die Psychokiste. Das DHB-Team will im Retrolook des WM-Titelgewinns von 1978 antreten. Lange Stutzen sind dabei das markanteste Detail des schwarz-rot-goldenen Outfits.

Zudem ist analog zum WM-"Sommermärchen" der deutschen Fußballer ein Kinofilm über die Brand-Schützlinge geplant, der vom DHB und der IHF bezuschusst wird. "Natürlich ist der Kinoschlager der Fußballer ein Vorbild. Aber ich könnte mir bei unserem Projekt auch einen sportpsychologischen oder sportmedizinischen Ansatz vorstellen", meinte der Frankfurter Produzent Stephan Limbach. Bereits seit Monaten begleitet ein Kamerateam die deutsche Mannschaft.

Während Brand die verbleibenden zwölf Wochen aus sportlicher Sicht noch "dringend" zur Vorbereitung benötigt, kann DHB-Präsident Ulrich Strombach den Anpfiff zur sechsten Weltmeisterschaft auf deutschem Boden kaum erwarten. "Aus unserer Sicht könnte das Turnier nächste Woche beginnen. Wir sind in einem Stadium, das besser nicht sein könnte", betonte Strombach nicht ohne Stolz und verweist auf den angezogenen Kartenvorverkauf.

Nach schleppendem Beginn und einer von Pannen überschatteten Auslosung in Berlin sind mitterweile über 200 000 der insgesamt 300 000 Tickets abgesetzt. "Sollten wir insgesamt 80 Prozent der Karten, also 240 000 verkaufen, würde das unsere Erwartungen sogar übertreffen", meinte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier. Für das Finale am 4. Februar in Köln gibt es nur noch ein kleines Restkartenkontingent. Und auch die Viertelfinalspiele sowie Halbfinals sind schon fast ausverkauft.

Wie erwartet verlief auch die Abnahme der zwölf Spielhallen, in denen innerhalb von nur 16 Tagen 92 Spiele stattfinden, problemlos. "Wir haben durchweg hervorragende Arenen gesehen. Alles liegt im Soll", lobte IHF-OK-Chef Alexander Koschukow nach einer neuntägigen Hallen-Inspektionstour.

DHB und IHF konnten sich auch in Sachen Merchandisingsrechte einigen. Beide Verbände dürfen bei der WM ihre Produkte anbieten.

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