Bremen bleibt an Bayern dran

- Bielefeld - Mit dem ersten Sieg bei Arminia Bielefeld seit 1984 hat sich Werder Bremen zum Verfolger Nummer eins des FC Bayern aufgeschwungen. Dank eines Abstaubers von Frank Fahrenhorst in der 72. Minute feierten die Hanseaten gestern zum Rückrunden-Start einen glücklichen 1:0-Erfolg und verdrängten den Hamburger SV vom zweiten Tabellenplatz. Die Bremer enttäuschten aber über weite Strecken der Partie. Der Arminia, für die David Kobylik einen Elfmeter vergab, droht nach der fünften Heim-Pleite wieder der Abstiegskampf.

"Wir haben heute sicher nicht geglänzt, aber effektiv gespielt. Dass wir nun Zweiter sind, ist nicht so wichtig, wichtig ist allein der Erfolg", sagte Trainer Thomas Schaaf zufrieden. Sein Kollege Thomas von Heesen beklagte hingegen das fehlende Glück: "Wir haben genügend Chancen gehabt und dann ist einiges Pech bei uns im Spiel gewesen. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt."

Vier Tage nach der 1:3-Pokalpleite beim Regionalligisten FC St. Pauli gingen die Gäste, bei denen Nelson Valdez den verletzten Nationalspieler Miroslav Klose ersetzte, zwar von Beginn konzentriert zu Werke. Wie am Mittwoch hatten sie allerdings im Spielaufbau große Probleme mit dem dicht gestaffelten Defensiv-Bollwerk des Gegners. Wenn aber das gefürchtete Bremer Kombinationsspiel mal auf Touren kam, wurde es sofort gefährlich. Im Laufe der Partie befreiten sich die Hausherren um den starken Abwehrchef Marcio Borges und erspielten sich selbst gute Chancen.

Nach Wiederanpfiff erhöhten die Hanseaten den Druck. Allerdings kam aus dem Mittelfeld, in dem vor allem Spielmacher Johan Micoud blass blieb, zu wenig. Das Sturm-Duo Ivan Klasnic/Valdez hing dadurch weitgehend in der Luft, Torchancen blieben Mangelware. Bezeichnend: Erst in der 65. Minute gab es die erste Ecke. Schaaf reagierte, verstärkte mit Daniel Jensen die Offensive und wurde mit dem 1:0 belohnt. Torhüter Andreas Reinke rettete am Ende mit zwei Paraden den Sieg.

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