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Briatore rechnet weiter mit Schumacher

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- Magny-Cours - Renault-Teamchef Flavio Briatore rechnet fest damit, dass sein ehemaliger Schützling Michael Schumacher seine einmalige Formel-1-Karriere fortsetzt. «Mein Instinkt sagt Ja, er wird das tun», sagte der Italiener in einem dpa-Interview vor dem Großen Preis von Frankreich.

Mit Briatore holte Schumacher beim damaligen Renault-Vorgängerteam Benetton 1994 und 1995 die ersten zwei von inzwischen sieben Weltmeistertiteln. Nach seinem Wechsel zu Ferrari hatte sein früherer Mentor mehrfach vergeblich versucht, den Superstar zurückzulocken.

Schumacher war auch einer von Briatores Wunschkandidaten als Nachfolger des 2007 für McLaren-Mercedes fahrenden Champions Fernando Alonso. Dieses Thema ist allerdings vom Tisch, da Ferrari und der deutsche Rekord-Weltmeister im September beim Großen Preis von Italien die Fortsetzung ihrer phänomenalen Partnerschaft bekannt geben dürften. Briatore buhlt seit längerem verstärkt um Kimi Räikkönen, dem neben Schumacher und dem Spanier stärksten Grand-Prix-Piloten. Allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass auch der finnische McLaren-Mercedes-Mann in der kommenden Saison für Ferrari fahren wird.

Deshalb deutet sich immer mehr an, dass Renault 2007 seinem Testpiloten Heikki Kovalainen neben dem bereits fixen Giancarlo Fisichella einen Stammplatz anbietet. «Kovalainen macht für uns einen sehr guten Job, er testet fährt und lernt viel», lobte Briatore den jungen, viel versprechenden Finnen. Er stellte aber klar, dass der Rennstall noch an seinen Optionen arbeite. «Renault ist ein starkes Team, das Fahrern die Chance gibt, Weltmeister zu werden. Das ist eine interessante Sache für jeden guten Fahrer», warb der 56-Jährige mit dem WM-Potenzial der «Blauen» um einen echten Titelkandidaten.

Briatore geht davon aus, dass Alonso auch in diesem Jahr die WM- Krone erobert. Er warnte allerdings vor Überheblichkeit und der Annahme, angesichts der bisherigen Überlegenheit bleibe die Titelverteidigung eine Spazierfahrt: «Nach dem Punktestand mag die Sache komfortabel für uns aussehen, aber das entspricht nicht der Realität. Jedes Rennen ist eine neue Herausforderung, die bestanden werden muss. Dafür müssen wir konzentriert bleiben und das Maximale geben, um das zu schaffen.»

Andererseits lässt sich der mit allen Wassern gewaschene Top- Manager nicht von Alonsos fünftem Platz zuletzt in Indianapolis verunsichern. Für Briatore war dieser kleine Rückschlag nach zuvor sechs Siegen und drei zweiten Plätzen des souveränen WM- Spitzenreiters nur ein Betriebsunfall, der seinen wesentlichen Grund im in den USA nicht so konkurrenzfähigen Reifenmaterial hatte. «Man kann nicht jedes Rennen gewinnen, und wenn es nicht geht, muss man das erkennen und das maximal Mögliche erreichen», sagte er lapidar. «Wir werden in Magny-Cours wieder zurückkommen.»

Beim Heimrennen von Renault, Reifenpartner Michelin und Benzinlieferant Elf zählt nur ein Sieg. «Wir wollen da gewinnen», bekräftigte Briatore. «Es ist wichtig, in Magny-Cours eine starke Vorstellung zu bieten, zu zeigen, dass sich das Kräfteverhältnis nicht verschoben hat. Wir müssen Ferrari unter Druck setzen und sie ständig bekämpfen.» Vor dem Großen Preis von Frankreich liegt Alonso (88 Punkte) noch 19 Zähler vor Verfolger Schumacher (69).

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