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"bwin" kündigt Verträge mit Bundesligisten

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- Düsseldorf - Der private Sportwettenanbieter "bwin" wird nach wochenlangem juristischen Streit seine Sponsorenverträge mit einigen Fußball-Bundesligisten kündigen. "Dort, wo wir nicht mehr mit unserer Marke bwin werben können, werden wir Verträge kündigen", zitiert die «WirtschaftsWoche» den Chef der deutschen "bwin"-Niederlassung, Jörg Wacker.

Betroffen von der Kündigung seien zunächst Borussia Dortmund und der VfL Bochum. Die Bochumer bestätigen auf dpa-Anfrage, die Kündigung bereits erhalten zu haben.

"Die Kündigung ist am späten Freitagabend bei uns eingegangen. Wir werden das anwaltlich prüfen lassen und uns anschließend dazu äußern", sagte Bochums Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken. Der Aufsteiger und der Sportwettenanbieter mit Hauptsitz in Österreich hatten erst kurz vor Saisonstart eine dreijährige Zusammenarbeit vereinbart. Über die Höhe der Summe, die dem Verein durch die Kündigung entgehen wird, machte der VfL keine Angaben.

Doch anders als bei Werder Bremen oder dem Zweitligisten 1860 München, wo "bwin" Hauptsponsor ist, tritt das Unternehmen in Bochum und Dortmund, sowie bei einigen anderen Bundesligaclubs, bislang nur als Co-Sponsor in Erscheinung. "Wir waren uns seit Beginn der Partnerschaft über die schwierige rechtliche Situation im Klaren und haben Vorkehrungen für den jetzt eingetretenen Fall getroffen", betonte Schwenken.

Bei Borussia Dortmund ist eine Kündigung des seit 2005 bestehenden und bis 2009 datierten Vertrages noch nicht eingegangen. "Wir haben aber davon gehört und wären nicht überrascht, wenn es so weit kommt", sagte Club-Sprecher Josef Schneck. "Wenn die Kündigung kommen sollte, wird sie erst juristisch geprüft und dann geben wir eine Stellungnahme ab", fügte Schneck hinzu.

An der Vereinbarung mit Bremen will der Wettanbieter, trotz eines Verbots durch das Bremer Oberverwaltungsgericht, laut Zeitungsbericht festhalten.

Das Unternehmen darf nach Gerichtsurteilen in mehreren Bundesländern nicht beworben werden. Zudem hatten die deutschen Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Konferenz am Donnerstag und Freitag in Bad Pyrmont vereinbart, einen neuen Lotterie-Staatsvertrag abzuschließen. Damit soll das staatliche Monopol für Glücksspiele und Wetten erhalten bleiben. Dieser Beschluss hat heftige Kritik privater Anbieter ausgelöst. EU-Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy kündigte laut "Spiegel" an, den geplanten Staatsvertrag nicht hinnehmen zu wollen, da die Regelung private Anbieter benachteilige.

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