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Cottbus verdirbt mit 2:1-Sieg Alemannia Stimmung

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- Aachen - Die Fußball-Profis von Energie Cottbus haben der euphorischen Stimmung bei Alemannia Aachen einen großen Dämpfer versetzt. Im Duell der Bundesliga-Aufsteiger setzten sich die Lausitzer vor 19 873 Zuschauern im Tivoli-Stadion mit 2:1 (0:1) durch und beendeten durch Tore von Vlad Munteanu (65.) und Timo Rost (75.) gleich zwei Serien: Cottbus hatte zuletzt drei Mal nicht gewonnen, Aachen waren in Mainz und gegen Bochum zwei «Dreier» nacheinander gelungen. Laurentiu Reghecampf (16.) hatte die Gastgeber mit 1:0 in Führung gebracht.

«Es war klar, dass wir mal wieder ein Spiel verlieren würden», kommentierte Aachens Kapitän Reiner Plaßhenrich das 1:2. Für Energie-Chefcoach Petrik Sander gab es einen entscheidenden Faktor für den überraschenden Auswärtssieg: «Der Knackpunkt war, dass wir das zweite Aachener Tor verhindert haben.» Sanders Kollege Michael Frontzeck, für den die Niederlage die zweite seit seinem Amtsantritt bei der Alemannia war, bedauerte die vergebenen Möglichkeiten: «Chancen für ein zweites Tor waren genügend vorhanden. Der Sieg von Cottbus ist insgesamt nicht einmal unverdient.»

Die Aachener, bei denen Sergio Pinto für Thomas Stehle wieder auf die rechte Verteidigerposition rückte, gestalteten die ersten 45 Minuten mit schwungvollen Aktionen, gutem Passspiel und sicheren Kombinationen hoch überlegen und gingen durch Reghecampfs 19-Meter- Freistoß völlig verdient in Führung. Der überzeugende Nico Herzig hatte in der 36. Minute das 2:0 auf dem Fuß, doch Tomislav Piplica klärte reaktionsschnell zur Ecke. Cottbus blieb mit Francis Kioyo als einziger Spitze zunächst nahezu wirkungslos.

Energie musste nach dem 2:3 gegen Dortmund mit einer veränderten Abwehrreihe antreten, weil Vragel da Silva mit einem Muskelfaserriss verletzt fehlte und durch Erstliga-Debütant Benjamin Schöckel ersetzt wurde. Neu in der Startformation war auch Daniel Gunkel, der in der 13. Minute Aachens Torhüter Kristian Nicht mit einem Freistoß prüfte. Ein Schrägschuss von Timo Rost (37.) bedeutete gleichfalls kaum Gefahr für Aachen.

Unmittelbar nach dem Wechsel bot sich Sergiu Radu bei einem allerdings schlecht platzierten Schrägschuss aus 14 Metern eine viel versprechende Möglichkeit für Cottbus. In der 53. Minute rutschte Marius Ebbers an einer Hereingabe des Aachener Jung-Nationalspielers Jan Schlaudraff vorbei. Jetzt wurde die Partie offener, Cottbus tat in der Offensive deutlich mehr und gefährdete das Aachener Gehäuse durch Munteanu (56.) und Radu wenig später massiv. 25 Minuten vor dem Ende traf Munteanu mit einem herrlichen Volleyschuss nach Gunkel- Flanke zum 1:1, ehe auch noch Rost erfolgreich war und damit die zweite Aachener Heimniederlage der Saison nach dem 0:1 gegen Schalke perfekt machte.

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