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Blech auf der Straße, Gold auf der Bahn: Die verrückte Story eines nimmermüden Italieners

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„Wollte Italien ein Trikot schenken“: Elia Viviani.
„Wollte Italien ein Trikot schenken“: Elia Viviani. © JOHN MACDOUGALL

Elia Viviani fährt eigentlich auf der Straße und ist im Team Ineos Grenadiers zu Hause. Gold holte er nun auf der Bahn.

München – Elia Viviani drehte eine Ehrenrunde nach der anderen. Der nimmermüde Italiener, so schien es, wollte selbst am Ende eines langen Wettkampftages einfach nicht vom Rad steigen. Die ungefährdete Goldmedaille im EM-Ausscheidungsfahren auf der Bahn kostete er unter dem Beifall des Münchner Publikums voll aus. „Ich wollte Italien und dieser fantastischen Mannschaft ein Trikot schenken“, sagte Viviani nach seiner erfolgreichen Sonderschicht: „Sie haben es verdient.“

Das begehrte weiße EM-Trikot mit dem blauen Brustring hatte Viviani nämlich eigentlich schon früher gewinnen wollen. Im über 200 km langen Straßenrennen war der Radprofi vom Team Ineos Grenadiers vergeblich um den Sieg gesprintet. Viviani wurde Siebter – und entschloss sich kurzerhand für einen Start auf der Bahn.

Fünf Stunden nach dem Hitzerennen auf der Straße saß Viviani in den Messehallen also wieder im Sattel. Es wurde eine klare Angelegenheit für den Weltmeister. Der Berliner Theo Reinhardt, der überraschend Silber gewann, kapitulierte schon nach Vivianis erstem kraftvollen Antritt.

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