Andreas Sander wurde nur 15. in Garmisch-Partenkirchen. Foto: Angelika Warmuth
+
Andreas Sander wurde nur 15. in Garmisch-Partenkirchen. Foto: Angelika Warmuth

Kein Top-10-Rang

Gemischtes DSV-Fazit nach zweiter Garmisch-Abfahrt

Mit einem vorderen Platz bei der Heim-Abfahrt ist es wieder nichts geworden für die deutschen Skirennfahrer. Während Andreas Sander immerhin ein paar positive Ansätze fand, war Teamkollege Ferstl bedient: Er landete beim Reichelt-Sieg außerhalb der Punkteränge.

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Von gröberen Stürzen ist die zweite Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen verschont geblieben - viel Grund zur Freude hatten zumindest die deutschen Skirennfahrer aber erneut nicht.

Wie schon am Vortag verpassten Andreas Sander und Josef Ferstl beim Heimweltcup die erhofften Top-Ten-Ergebnisse. Als 15. konnte Sander immerhin für sich verbuchen, erst durch einen Fehler im Schlusshang ein besseres Resultat verschenkt zu haben. "Ich sehe, dass der Speed passt", resümierte der Ennepetaler. Teamkollege Ferstl war mit seinem schwachen 31. Rang dagegen bedient. "Die Fahrt war schlecht, mehr kann ich nicht sagen", haderte er.

Zum Sieg raste der Österreicher Hannes Reichelt, und das mit der Startnummer eins. Der Super-G-Weltmeister verwies Peter Fill aus Südtirol (+0,16 Sekunden) und den Schweizer Beat Feuz (+0,52) auf die Plätze und bescherte der Ski-Nation Österreich bei der Generalprobe für die WM im Februar den zweiten Abfahrtssieg dieser Weltcup-Saison.

Im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt wertete zumindest Sander seinen Auftritt am Fuße der Zugspitze als guten Schritt. Durch das Rennen vom Vortag, als einige Fahrer schwer gestürzt waren und auch Sander selbst nur mit Mühe einen Unfall vermieden hatte ("Ein kleiner Schockmoment"), sei es schwer gewesen, sich zu konzentrieren. Kurz vor dem Ziel verlor er durch einen Patzer viel Zeit und gab einen wohl einstelligen Rang aus der Hand. "Ich habe es leider etwas verbockt", sagte er. "Das Positive ist, dass ich trotz des großen Fehlers hier unten noch 15. geworden bin. Ich bin zufrieden."

Das konnte Ferstl nicht von sich behaupten, der im Ziel zwischen Ratlosigkeit und Frust schwankte. "In der Abfahrt funktioniert es momentan nicht so. Ich habe keine richtige Erklärung", sagte er. Dass er zuletzt zumindest positive Ansätze zeige, etwa im Super-G mit Rang acht jüngst in Kitzbühel, tat er angesichts der Niederlage von Garmisch ab. "Was schwarz auf weiß steht, das zählt. Alles andere ist scheißegal, das interessiert niemanden", sagte der Oberbayer. Thomas Dreßen wurde 31., Dominik Schwaiger landete auf Rang 39.

Waren beim ersten Kandahar-Rennen noch mehrere Rennfahrer gestürzt und hatten sich zum Teil schwer verletzt, blieben bei der zweiten Schussfahrt im WM-Ort von 2011 schlimme Unfälle aus.

Live-Timing

Sander-Porträt auf FIS-Seite

Ferstl-Porträt auf FIS-Seite

Liste Abfahrtspodien in Garmisch

Homepage Rennen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dauphiné-Rundfahrt: Buchmann auf Platz drei - Roglic siegt
Col de Porte (dpa) - Die deutsche Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann ist mit einer starken Leistung auf den dritten Platz der Dauphiné-Rundfahrt gestürmt.
Dauphiné-Rundfahrt: Buchmann auf Platz drei - Roglic siegt
Bayern-Torminator Lewandowski muss Messi übertrumpfen
Jetzt geht's in Lissabon auch für den FC Bayern zur Sache. Im 250. Champions-League-Spiel soll gegen den FC Barcelona der erste von noch drei Triple-Schritten gelingen. …
Bayern-Torminator Lewandowski muss Messi übertrumpfen
Formel 1 im Live-Ticker: Neue Hoffnung für Sebastian Vettel - Hiobsbotschaft für Nico Hülkenberg
Formel 1: In Barcelona bekommt Sebastian Vettel eine neue Chance, für Hülkenberg gibt es unterdessen schlechte Nachrichten. Der Live-Ticker.
Formel 1 im Live-Ticker: Neue Hoffnung für Sebastian Vettel - Hiobsbotschaft für Nico Hülkenberg
Tennis-Weltranglisten-Erster Djokovic sagt für US Open zu
New York (dpa) - Der serbische Tennisprofi Novak Djokovic hat seine Teilnahme an den US Open zugesagt.
Tennis-Weltranglisten-Erster Djokovic sagt für US Open zu

Kommentare