Karolin Horchler übergab an Schlussläuferin Franziska Preuß (l). Foto: Martin Schutt
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Karolin Horchler übergab an Schlussläuferin Franziska Preuß (l). Foto: Martin Schutt
Karolin Horchler in Aktion. Foto: Hendrik Schmidt
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Karolin Horchler in Aktion. Foto: Hendrik Schmidt
Bundestrainer Gerald Hönig (l) und Co-Trainer Tobias Reiter beobachten die Schießleistungen der Biathletinnen. Foto: Martin Schutt
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Bundestrainer Gerald Hönig (l) und Co-Trainer Tobias Reiter beobachten die Schießleistungen der Biathletinnen. Foto: Martin Schutt
Reichlich Gedränge bei der Siegerehrung in Oberhof. Foto: Martin Schutt
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Reichlich Gedränge bei der Siegerehrung in Oberhof. Foto: Martin Schutt
Die Biathletinnen am Schießstand. Foto: Martin Schutt
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Die Biathletinnen am Schießstand. Foto: Martin Schutt
Über 8000 Biathlon-Fans verfolgten das Staffel-Rennen in Oberhof. Foto: Martin Schutt
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Über 8000 Biathlon-Fans verfolgten das Staffel-Rennen in Oberhof. Foto: Martin Schutt

Biathletinnen zahlen Lehrgeld: Platz zehn in der Staffel

Oberhof (dpa) - Die junge deutsche Biathlon-Staffel hat beim Heim-Weltcup in Oberhof ordentlich Lehrgeld gezahlt und mit Platz zehn das schlechteste Ergebnis im Thüringer Wald eingefahren.

Beim ersten Saisonsieg der Tschechinnen leisteten sich Luise Kummer (21), Vanessa Hinz (22), Karolin Horchler (25) und Franziska Preuß (20) neben einer Strafrunde insgesamt neun Nachlader. "Wir sind nicht zufrieden. Wir wollten mehr", sagte Bundestrainer Gerald Hönig nach dem verpatzten Wettkampf vor 8000 Zuschauern im Biathlon-Mekka.

Vor allem mit der Trefferquote seiner Skijägerinnen haderte der Coach: "Wir haben eine starke Schießmannschaft. Aber es ist uns nicht gelungen, dies rüberzubringen." Hönig brach trotz des Rückstandes von 3:31 Minuten auf Sieger Tschechien über die 4x6 Kilometer eine Lanze für das nach der Olympia-Pleite im Vorjahr begonnene Projekt "Jugend forscht": "Vor der großen Oberhofer Kulisse war es für die junge Mannschaft ein Rennen, um zu lernen. Wir sind auf dem Weg eine Mannschaft zu formen, da muss man auch solche Wettkämpfe hinnehmen."

Schon nach dem ersten Schießen war die Staffel, die im Dezember in Hochfilzen mit einem Sieg hatte aufhorchen lassen, praktisch chancenlos. "Da war eigentlich alles gelaufen, was die vorderen Plätze betrifft", sagte Hönig und forderte: "Die Leistung sollte man genauso sachlich bewerten, wie man die Leistung in Hochfilzen bewertet hat."

Bei ihrer Heimpremiere konnte die sonst so treffsichere Luise Kummer im Liegendanschlag die fünf Scheiben auch mit ihren drei Nachladern nicht abräumen und musste in die Strafrunde. "Die Aufregung, die hat auf jeden Fall eine Rolle gespielt", gab sie später zu. Im Stehendanschlag traf die 20-Jährige dann wieder mit traumwandlerischer Sicherheit. "Da war die Aufregung wie weggeblasen, da hat es auf einmal wieder funktioniert", wunderte sie sich.

Auch Vanessa Hinz hatte am Schießestand ihre Probleme, benötigte drei Ersatzpatronen. "Die Atmosphäre hier ist toll, aber für uns ist es ganz was Neues. Da überdreht man schnell", sagte sie. Karolin Horchler, als Ersatz für die angeschlagene Franziska Hildebrand in die Hochfilzen-Siegstaffel gerutscht, benötigte nur einen Nachlader und übergab als Elfte an Franziska Preuß. Die Schlussläuferin nahm mit über drei Minuten Rückstand ihren Arbeitsabschnitt in Angriff und schaffte es wenigstens noch in die Top Ten. "Es ist schade, vor allem vor den Fans. Aber da kann man keinem einen Vorwurf machen", sagte sie.

Die Männer-Staffel tritt am Donnerstag in Oberhof mit dem Silber-Quartett von Sotschi an. Bei Olympia hatte die Damen-Staffel im vergangenen Februar mit Rang elf das schwächste Ergebnis eingefahren, die Männer dagegen schafften es auf das Podest. Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp wollen es nun in Oberhof besser machen als beim ersten Staffel-Rennen des Winters mit Rang fünf in Hochfilzen. "Wir wollen um den Sieg mitlaufen", kündigte Böhm an.

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