Daniel Böhm wird von Franziska Preuß schon mit großem Rückstand ins Rennen geschickt. Foto: Ralf Hirschberger
1 von 5
Daniel Böhm wird von Franziska Preuß schon mit großem Rückstand ins Rennen geschickt. Foto: Ralf Hirschberger
Vor allem der Schnee machte Preuß zu schaffen. Foto: Ralf Hirschberger
2 von 5
Vor allem der Schnee machte Preuß zu schaffen. Foto: Ralf Hirschberger
Auf dem letzten Abschnitt geht Benedikt Doll noch an einigen Teams vorbei und kommt dementsprechend fertig im Ziel an. Foto: Ralf Hirschberger
3 von 5
Auf dem letzten Abschnitt geht Benedikt Doll noch an einigen Teams vorbei und kommt dementsprechend fertig im Ziel an. Foto: Ralf Hirschberger
Letztlich verhindert die Mixed-Staffel mit Platz sechs einen verkorksten WM-Auftakt. Foto: Ralf Hirschberger
4 von 5
Letztlich verhindert die Mixed-Staffel mit Platz sechs einen verkorksten WM-Auftakt. Foto: Ralf Hirschberger
Ondrej Moravec bringt die tschechische Staffel als Erste ins Ziel. Foto: Mauri Ratilainen
5 von 5
Ondrej Moravec bringt die tschechische Staffel als Erste ins Ziel. Foto: Mauri Ratilainen

Deutsches Mixed-Team zum WM-Auftakt ohne Medaille

Kontiolahti (dpa) - Hoch gepokert, aber nichts gewonnen. Artig gratulierte die geschlagene deutsche Mixed-Staffel den Tschechen, Franzosen und Norwegern bei der ersten Siegerehrung der Biathlon-WM in Kontiolahti.

Luise Kummer, Franziska Preuß, Daniel Böhm und Benedikt Doll drückten den Medaillen-Gewinnern die Hand und schauten sehnsüchtig auf das Edelmetall. Derweil stellte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner nach der Qual im Sulzschnee nüchtern fest: "Das war nicht das, was wir uns erhofft haben. Der sechste Platz ist sicher nicht zufriedenstellend, aber auch nicht grottenschlecht."

Sein Kollege Gerald Hönig übernahm die Verantwortung für den nicht ganz so gelungenen WM-Auftakt über die 2 x 6 und 2 x 7,5 Kilometer. "Man hat gesehen, dass wir im weiblichen Paar nicht ganz mit der Spitze mithalten konnten. Am Schießstand haben sie es gut gemacht, aber die Männer mit zwei Minuten Rückstand auf die Strecke zu schicken, das war dann doch ein bisschen blöd für eine Medaille."

Auch wenn die deutschen Skijäger im ersten WM-Rennen mit Laura Dahlmeier, Arnd Peiffer und Simon Schempp auf ihre Siegläufer verzichteten, gab es keinerlei Schuldzuweisungen. Am Schießstand leistete sich das Überraschungs-Quartett lediglich sechs Nachlader und hatte trotzdem einen deutlichen Rückstand von 1:22,8 Minuten auf Sieger Tschechien. Mit Blick auf das anstrengende WM-Programm waren die Asse geschont worden. Ob sich das auszahlt, wird sich zeigen.

Aufkeimende Kritik wollten die Bundestrainer erst gar nicht zulassen. "Hinterher sind immer viele schlau, aber wir stehen dazu. Die beiden Jungs haben einen super Job gemacht", sagte Kirchner. Hönig glaubt an den Lerneffekt beim Aufbau eines schlagkräftigen Damen-Teams: "Das ist eine Erfahrung, die sich in den nächsten Jahren noch bezahlt macht für die Truppe."

An der "Bärenbucht" sorgte diesmal nicht der sonst oft tückische Wind für Probleme, sondern die durch den weichen Schnee tiefe und kraftraubende Strecke. So übergab Startläuferin Kummer vor den nur rund 2000 Zuschauern, die noch nicht die große WM-Stimmung aufkommen ließen, als 16. mit einem bereits gehörigen Rückstand von 1:16,0 Minuten an Franziska Preuß. "Es tut mir wahnsinnig leid für meine Kollegen. So habe ich mir meine WM-Premiere nicht vorgestellt", sagte die Junioren-Weltmeisterin.

Somit war das Rennen bereits gelaufen, ehe es richtig begonnen hatte. Zumal auch Preuß die Hypothek des Rückstands erhöhte und Böhm auf Rang zwölf mit mehr als zwei Minuten hinter der Spitze ins Rennen schickte. Böhm und Schlussläufer Doll lieferten ein starkes Rennen ab, auch wenn beide auf verlorenem Posten standen. "Die Kritik an der Aufstellung war vorher da, das ist auch an uns nicht vorbeigegangen", sagte Böhm. Genau wie Schlussläufer Doll hatte er sich davon aber nicht beirren lassen.

Nun sollen am Wochenende bei den Sprint- und Verfolgungsrennen die ersten Medaillen her. Da zählen Schempp, Peiffer und Dahlmeier zu den Medaillenanwärtern. "Die WM hat erstmal angefangen, wir wollen ja noch was anderes", sagte Kirchner. Vielleicht zahlt sich der Poker ja doch noch aus.

Weltverband

WM-Homepage

Skiverband-News

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Erstrunden-Aus für Tommy Haas in Halle
Seinen letzten Auftritt in Halle hatte sich Tommy Haas sicher anders vorgestellt. Doch der Körper machte nicht mehr so mit, wie Haas wollte. Auf Mischa Zverev wartet …
Erstrunden-Aus für Tommy Haas in Halle
Auftaktsieg: DFB-Elf 3:2 gegen Außenseiter Australien
Auch beim Confed-Cup-Start der Deutschen kommt der Videobeweis zum Einsatz. Ein Tor der Australier wird gegeben. Trotz eines weitgehend dominanten Auftritts bringt sich …
Auftaktsieg: DFB-Elf 3:2 gegen Außenseiter Australien
Durant, Curry führen Golden State Warriors zum NBA-Titel
Golden State hat es geschafft. Die Basketballer aus Kalifornien sind NBA-Meister. Titelverteidiger Cleveland war in der Finalserie chancenlos.
Durant, Curry führen Golden State Warriors zum NBA-Titel
Bamberg stürmt zur neunten Meisterschaft
Brose Bamberg ist eine Klasse für sich. Die Oberfranken holen gegen Außenseiter EWE Baskets Oldenburg ihre neunte Meisterschaft. Das entscheidende Duell ist zunächst ein …
Bamberg stürmt zur neunten Meisterschaft

Kommentare