Deutschlands Torfrau Katja Schülke (M) parierte gegen Frankreich zwei Siebenmeter. Foto: Georgi Licovski
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Deutschlands Torfrau Katja Schülke (M) parierte gegen Frankreich zwei Siebenmeter. Foto: Georgi Licovski
Angie Geschke (M) feiert einen Treffer gegen Frankreich. Foto: Georgi Licovski
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Angie Geschke (M) feiert einen Treffer gegen Frankreich. Foto: Georgi Licovski
Luisa Schulze (M) kann die französische Abwehr nicht durchbrechen. Foto: Georgi Licovski
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Luisa Schulze (M) kann die französische Abwehr nicht durchbrechen. Foto: Georgi Licovski
Die Französin Estelle Nze Minko (l) verliert gegen Kerstin Wohlbold den Ball. Foto: Antonio Bat
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Die Französin Estelle Nze Minko (l) verliert gegen Kerstin Wohlbold den Ball. Foto: Antonio Bat
Nadja Nadgornaja (l) und Evgenija Minevskaja verteidigen gegen Frankreichs Gnonsiane Niombla. Foto: Antonio Bat
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Nadja Nadgornaja (l) und Evgenija Minevskaja verteidigen gegen Frankreichs Gnonsiane Niombla. Foto: Antonio Bat
Die deutschen Spielerinnen bedanken sich mit Beifall bei den Zuschauern. Foto: Georgi Licovski
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Die deutschen Spielerinnen bedanken sich mit Beifall bei den Zuschauern. Foto: Georgi Licovski

Schülke und Geschke: DHB-Frauen feiern Achtungserfolg

Zagreb (dpa) - Die letzten Sekunden waren pures Chaos auf beiden Seiten, aber am Ende gab es den verdienten Punkt: Mit dem 24:24 (13:10) gegen Ex-Weltmeister Frankreich errang die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen den ersten Hauptrundenpunkt bei der EM in Kroatien und Ungarn.

Bedanken konnte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bei Torfrau Katja Schülke vom HC Leipzig, die 19 Würfe der favorisierten Französinnen abwehrte, sowie der neunfachen Torschützin Angie Geschke. In den letzten Sekunden stand das Remis auf des Messers Schneide, doch den Punkt ließen sich Schülke & Co. nicht mehr nehmen.

"Es war heute eher ein Punktgewinn. Wir sind mit unserer Leistungssteigerung sehr zufrieden", sagte Rückraumspielerin Nadja Nadgornaja. "Am Ende fehlte uns ein bisschen die Coolness, um Frankreich eine bittere Niederlage beizubringen. Wir hatten heute ein bisschen mehr Spaß. Die Verbissenheit der letzten Tage war weg."

Nach enttäuschenden Leistungen gegen Schweden und Montenegro zeigte das Formbarometer der deutschen Handballerinnen deutlich nach oben. Jensen musste auf Kreisläuferin Anja Althaus verzichten, die sich bei der 20:27-Niederlage gegen Montenegro am rechten Fuß verletzte.

"Unsere Defensive stand heute viel besser und kompakter als gegen Schweden. Der gute Start hat uns Flügel verliehen und wir konnten positive Energie mitnehmen", sagte Jensen, "aber wir sind immer noch in der Position, dass wir gegen die Slowakei nicht verlieren dürfen."

Die Deutschen erwischten einen Traumstart. Dank der Paraden der über 60 Minuten überragenden Torfrau Schülke sowie fünf frühen Toren von Linksaußen Geschke (Oldenburg) führte die DHB-Auswahl mit 11:5 (21.). Zudem präsentierte sich Marlene Zapf in ihrem 50. Länderspiel als eiskalte Vollstreckerin vom Siebenmeterpunkt; sie traf insgesamt sechsmal. Doch eine kurze Schwächeperiode mit unnötigen Ballverlusten sorgte dafür, dass die Franzosen auf 10:11 (28.) verkürzten. Zur Pause betrug der Vorsprung aber wieder drei Tore (13:10), obwohl vom Rückraum so gut wie keine Gefahr ausging.

Nach den bisherigen Niederlagen zeigten die Deutschen eine deutlich positivere Körpersprache, sie wirkten wie verwandelt und hatten die Partie auch nach der Pause dank der überragenden Schülke im Griff. Jensen Maßnahme, Anna Loerper (Metzingen) in ihrem 200. Länderspiel im rechten Rückraum einzusetzen, zeigte Wirkung - darauf war Frankreich nicht vorbereitet.

Doch der Weltmeister von 2003 stellte Mitte der zweiten Hälfte die Deckung um, nutzte die daraus resultierenden Ballgewinne zu Gegenstoßtreffern, glich beim 18:18 in der 43. Minute erstmals aus und übernahm dann die Führung. Aber die Deutschen kämpften sich zurück, und Geschkes achtes Tor sorgte beim 22:21 wieder für die Führung. Am Ende stand das Remis. "Wir haben in der entscheidenden Phase, als Frankreich geführt hat, Moral gezeigt und uns wieder zurückgekämpft", sagte Jensen.

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