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"Die ersten Illusionen sind schon mal weg"

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- Sie hatten alles versucht, die Großhesseloher Tennis-Cracks. Sogar mit zwei angeschlagenen Spielern waren sie am Sonntagvormittag ins Rennen gegen den TC Grün-Rot Weiden gegangen. Und doch hatten die Männer aus dem Münchner Süden am Ende alles verloren. Hauchdünn mit 4:5 ging das erste Heimduell der neuen Saison in der Zweiten Bundesliga Süd verloren.

Und während das noch immer ungeschlagene Überraschungsteam aus Weiden dem Spitzenreiter Wacker Burghausen auf den Fersen bleibt, muss der selbst erklärte Mitfavorit TC Großhesselohe zumindest bis zum Doppeleinsatz am Wochenende mit dem freitäglichen Duell mit dem TC Weinheim und dem am Sonntag anstehenden Auswärtsauftritt in Wolfsberg-Pforzheim vorerst einmal kleinere Brötchen backen.

Bachingers Kollision mit der Autotür

Trainer Karsten Schulz war dementsprechend frustriert: "Eine Niederlage gegen einen eigentlich schlagbaren Gegner tut schon weh, da sind schon einmal die ersten Illusionen weg." Doch der Coach muss schon nach wenigen Minuten geahnt haben, dass diese Partie ein schlechtes Ende nehmen könnte. Als sich nämlich der an den Nachwirkungen einer Virusinfektion laborierende Schwede Johan Settergren - ausgerechnet der verlässlichste Münchner Punktelieferant also - mehr schlecht als recht über den Platz schleppte und sein Duell mit dem Italiener Jonatan Gonzalia schließlich vorzeitig verloren gab.

"Das war nicht geplant", ärgerte sich Schulz. Und der starke Mann auf der Münchner Bank hatte gleich doppelt Grund zum Ärger, weil es nicht der einzige kampflos abgegebene Punkt bleiben sollte. Denn aus taktischen Gründen hatte Schulz auch den nach einer Kollision mit einer Autotür am Oberschenkel lädierten Matthias Bachinger im Aufgebot belassen, für den bei seinem Auftritt allerdings ebenfalls vorzeitig Endstation war.

Immerhin bis zu den drei abschließenden Doppelpartien sah es freilich noch ganz so aus als könnte Schulz' Rumpftruppe dieses Handicap wettmachen. Denn aus den Einzeln rettete Großhesselohe nicht zuletzt dank der starken Vorstellungen der Nummer eins Marcel Zimmermann und vor allem von Youngster Peter Gojowczyk, der den Tschechen Petr Vojtisek mit 6:3 und 6:1 abfertigte, immerhin noch ein 3:3. In den alles entscheidenden Doppeln freilich musste man dann doch der akut gewordenen Personalnot Tribut zollen.

Mehr als ein Punkt durch das Spitzenduo Marcel Zimmermann/Thomas Schiessling war dann nicht mehr drin und so machten die routinierteren Weidener Gespanne den nicht unbedingt erwarteten Auswärtserfolg perfekt.

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