Ein eiskaltes Bonbon von Petrus

- München - So schnell kann's gehen, dass man nicht mehr gebraucht wird. War der Olympiaberg in den vergangenen Jahren stets Mittelpunkt des Münchner Snowboard-Weltcups, ist dem 564 Meter hohen Hügel in diesem Winter Konkurrenz erwachsen.

Die dritte Auflage des City-Events wird am Samstag auf der gegenüberliegenden Seite stattfinden, dort wo eine künstliche Pistenrampe seit Anfang November alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. "Wir wollten die Synergieeffekte dieser Winterwelt nutzen", erklärt Wilfrid Spronk, Chef der Olympiapark GmbH, "hier können beide Projekte voneinander profitieren." Größter Vorteil: Es ist bereits eine weiße Grundlage vorhanden, weswegen die Veranstalter "nicht unnötig mit einer Schneeproduktion auf der anderen Seite des Berges beginnen müssen" (Spronk).<BR><BR>Startpunkt des Weltcuprennens ist ein 30 Meter hohes Gerüst, das der künstlichen Bergwelt quasi aufgepfropft wurde. Alessandro Boyens (23), einer von zwei deutschen Fahrern unter den 47 Startern, hat die Wettkampfstätte gestern schon mal besichtigt - und für gut befunden. "Die normalen Kicker (Schanzen/d. Red.) in den Skigebieten sind 20 bis 30 Mal größer, aber man muss mit allem klarkommen. Ich find's auf jeden Fall witzig", sagte der gebürtige Hamburger. Sein Ziel für Samstag ist unabhängig von der Schanzengröße: "Wenn ich starte, will ich immer gewinnen."<BR><BR>Eine wetterbedingte Absage wie bei der Auflage 2002 müssen die Veranstalter in diesem Jahr nicht fürchten. "Petrus hat seinen Beitrag geleistet", freut sich Spronk über das "besondere Bonbon" in Form von Neuschnee, "wir können die Sache heuer in einer totalen Winterwelt durchführen." Mit 10 000 Zuschauern rechnen die Veranstalter, und falls der Platz nicht ausreichen sollte: Vom Olympiaberg hat man bestimmt eine schöne Aussicht.

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