Vidal: Münchner Gericht verhängt Mega-Geldstrafe gegen Ex-Bayern-Star

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Der erste Gipfel ist erreicht

- Melbourne - Seinen Enkeln wird Roger Federer von großen Augenblick am 30. Januar 2004, abends um 18 Minuten nach Neun erzählen können, und garantiert wird er bis zum Ende seiner Tage wissen, wie sich dieser Augenblick angefühlt hat. Nach dem Sieg im Halbfinale der Australian Open gegen Juan Carlos Ferrero steht der Wimbledonsieger zum ersten Mal auf dem Gipfel der Tenniswelt, und in Erobererlaune ließ er sich feiern.

<P>Dass er mit dem überaus klaren Erfolg (6:4, 6:1, 6:4) gegen den sichtlich angeschlagenen Spanier auch das Endspiel gegen Marat Safin erreicht hat, schien in den ersten Minuten nach dem Matchball fast nebensächlich zu sein. Wie das Gefühl nun ist, zum ersten Mal ganz offiziell der Beste aller Tennisspieler zu sein? Aus vollem Herzen sagte Federer: "Ich liebe es."</P><P>Das erste Mal vergisst man nicht - wer wüsste das nicht? In diesem Fall geht es nur um eine Zahl, aber um eine, nach der alle streben. Frag nach bei Boris Becker, der vor 13 Jahren in Melbourne Nummer eins wurde und danach eine ganze Weile den Eindruck vermittelte, er könne nun auch fliegen; frag nach beim Österreicher Thomas Muster, der fünf Jahre später kam, oder bei Patrick Rafter, der im Sommer '99 eine einzige Woche an der Spitze war, diese eine Woche fürs Gefühl aber immer noch mit dem Faktor unendlich multipliziert.</P><P>Irgendwie geriet das Spiel an diesem Abend zur Nebensache, aber das lag auch daran, dass man spätestens nach einer halben Stunde das Gefühl hatte, die Angelegenheit sei so gut wie entschieden. Ferrero litt sichtbar unter einer Adduktoren-Zerrung in beiden Beinen, die er sich im Achtelfinale gegen Andrei Pavel zugezogen hatte. Von hundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit sei er weit entfernt gewesen, meinte er hinterher, und in dieser Verfassung könne man gegen einen Spieler von Federers Qualität nun mal nicht gewinnen.</P><P>Ungefährdet näherte sich Federer dem Matchball, doch bei aller Souveränität spürte er, wie die Nervosität stieg. Nicht so sehr wie im August vergangenen Jahres beim Turnier in Montreal, als er mit einem Sieg gegen Andy Roddick erstmals die Chance hatte, Nummer eins zu werden. Damals hatte er am ganzen Körper gezittert im entscheidenden Moment, diesmal bemühte er sich, ruhiger zu bleiben, und das gelang.</P><P>Nach dem Spiel wirkte er gelöst und locker, wirkte jugendlich unbeschwert in seiner Freude und schwärmte vom Ereignis des Tages wie von einer schönen Frau. Doch so viel ihm die Sache bedeutet, so sehr er den Moment herbei gesehnt hat, die Aufgabe in Melbourne ist ja noch nicht erledigt. "Dass ich das mit der Nummer eins heute schon geschafft habe, ist mir lieber, als ginge es am Sonntag noch darum. Aber mein großes Ziel ist nach wie vor, den Titel zu gewinnen. Und wenn ich das nicht schaffen würde, wäre es eine Riesen-Enttäuschung."</P><P>Am Sonntag also gegen Marat Safin, von dem er sagt, das sei einer seiner Lieblingsspieler. "Er ist ein toller Typ, ein toller Spieler, und es wird hoffentlich ein tolles Finale." Mit dieser Hoffnung steht er nicht alleine da. Roger Federer, Wimbledonsieger, Masters-Cup-Sieger und die Nummer eins der Welt, gegen den Herausforderer und Spieler der Woche, Marat Safin - das hört sich nach einem ganz großen Nachmittag an.<BR></P>

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