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Fast der alte Zabel

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- Dax - Es war fast wie in alten Zeiten. Als sich auf der Route de Tercis in Dax die besten Sprinter der Welt um den Tagessieg stritten, befand sich Erik Zabel, 36, inmitten des wilden Finishs. Bis kurz vor dem Ziel mischte der Milram-Kapitän gar so eifrig mit, dass er eine gute Chance auf den 13. Tour-Etappensieg seiner Karriere zu haben schien.

Auch Zabel gestand, dass er kurz auf einen Überraschungscoup gehofft hatte. "Es war zu schön, um wahr zu sein", sagte der Berliner. Am Ende wurde er achtbarer Dritter. Schneller war nur der nun zweifache Etappensieger Oscar Freire (Spanien/Rabobank), der um eine Winzigkeit eher im Ziel war als der Mann in Grün, Robbie McEwen (Australien/Lotto).

"Da war ordentlich Zug drin. Ich habe gezeigt, dass ich noch gut mithalten kann", sagte Zabel, der zumindest das Duell mit Belgiens Star Tom Boonen zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Seine Tagesbilanz fiel somit positiv aus: "Der dritte Platz gibt mir Selbstvertrauen."

Eine auffällige Rolle spielte lange Zeit ein weiterer Milram-Profi. Der Bonner Christian Knees war schon nach sieben Kilometern zusammen mit den Franzosen Sté´phane Augé´ und Walter Bé´né´tau ausgerissen. Das Trio arbeitete einen Vorsprung von acht Minuten heraus. Doch nach über 150 km Flucht schwanden die Kräfte, 3,5 km vor dem Ziel wurden die Drei vom Hauptfeld eingeholt.

Die 169,5 km lange Flachetappe, die mit einem Durchschnittstempo von 47,21 km/h (elftschnellste Etappe der Tour-Geschichte) durch das Departement Landes führte, barg für zwei Gerolsteiner Profis unangenehme Überraschungen. Bei finalen Turbulenzen im Hauptfeld handelte sich Markus Fothen 13 Sekunden Rückstand ein und rutschte im Gesamtklassement vom 5. auf den 9. Rang zurück. Levi Leipheimer kam nach einem Defekt sogar mit 26 Sekunden Verspätung ins Ziel - es ist bisher nicht die Tour des mit großen Hoffnungen gestarteten Amerikaners.

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