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Die Flucht wird Ullrich nichts nützen

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- Neuss - Jan Ullrich will sich mit einem hilflosen Abgang vor dem totalen Absturz retten. Durch seinen gestern verkündeten sofortigen Austritt aus dem Schweizer Radsportverband Swiss Cycling will sich der unter Dopingverdacht stehende 32-Jährige offensichtlich einem Verfahren vor der Disziplinarkammer in Bern und einer möglichen Sperre entziehen.

Wahrscheinlich geht der Plan aber nicht auf. "Auf den Fortgang des Verfahrens dürfte das keinen Einfluss haben, weil Ullrich zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vergehen mit Schweizer Lizenz fuhr", sagte der den Fall beim Schweizer Olympia-Komitee Swiss Olympic bearbeitende Bernhard Welten. Der ehemalige T-Mobile-Star könnte demnach auch als Ex-Mitglied verurteilt werden und dürfte damit nicht nur seine sportliche Zukunft, sondern auch letzte Reste an Glaubwürdigkeit endgültig verspielt haben.

Mit dem Austritt aus dem Verband unterliegt der Wahl-Schweizer Ullrich nicht mehr der dortigen Sportgerichtsbarkeit. Er verliert aber auch ab sofort seine Profilizenz. In einer auf seiner Hompage und von der Berliner Agentur WEDO verbreiteten Erklärung teilte der Toursieger von 1997 mit: "Dieser Austritt aus dem Verband bedeutet nicht, dass ich meine Karriere beende. Es bestehen Kontakte zu anderen Radsportverbänden wegen einer Lizenz 2007."

Als Begründung gab Ullrich "die Medienkampagne von Swiss Cycling und (dem Olympischen Komitee, d.Red.) Swiss Olympic gegen mich" an, die das Vertrauensverhältnis zerstört habe.

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