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Frust und Lust in Bahrain: Schumi machte beim Start einen Platz gut, genau wie Fernando Alonso, der am Ende siegte, weil Sebastian Vettels Auto schlapp machte.

Formel 1: Fünf Fragen zum Knallstart

Bahrain - Ordentlich geraucht hat’s! Beim Formel-1-Saisonstart in Bahrain hatte Red-Bull-Fahrer Mark Webber (beziehungsweise sein Auto) ein technisches Wehwehchen, nebelte so den Auftakt ein.

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Viel schlimmer war aber der Defekt, der seinem Teamkollegen Sebastian Vettel das Rennen verhagelte. Auspuff kaputt, nur Vierter statt Sieger. Darüber grinste Fernando Alonso, der vor Felipe Massa und Lewis Hamilton gewann. Schumi wurde nur Sechster. Was das alles für die Saison heißt?

Wir beantworten die vier wichtigsten Fragen. Und noch eine fünfte…

Wie gut ist Schumi wirklich? Den Umständen entsprechend ganz gut. Man darf nicht vergessen, dass das sein erstes Rennen seit drei Jahren war. Allerdings ist eins klar: Schumi muss sein Reifenproblem in den Griff kriegen. Mit frischen Gummis ist er deutlich langsamer als Teamkollege Rosberg. Und im Rennen sind beide ungefähr gleich stark. Bedeutet: Wenn Schumacher sich nicht mit den Reifen anfreundet, wird er gegen Rosberg kein Land sehen.

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Ist Vettels Auto nicht zuverlässig genug? Noch keine Panik jetzt! Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat ja schon angekündigt, dass es am Anfang Probleme geben könnte: „Wer um die WM mitfahren will, muss auch Risiko gehen.“ Und ganz grundsätzlich gilt in der Formel 1: Es ist für die Ingenieure viel einfacher, ein schnelles Auto zuverlässig zu machen als ein zuverlässiges Auto schnell zu machen.

Werden wir in den nächsten Rennen mehr Überholvorgänge sehen? Ganz ehrlich: Herr Hitchcock war in Bahrain nicht zugange. Im Fußball würde man sagen: Feinkost für Taktik-Liebhaber. Von dieser Warte aus betrachtet, steht uns eine Gourmet-Saison bevor. Da mag zwar viel im Hintergrund passieren – aber kaum Überholvorgänge auf der Strecke. Der Grund: Die Aerodynamik der Autos macht das Überholen ganz grundsätzlich schwierig. Je dichter man zum Vordermann aufschließt, umso langsamer muss man um die Kurven fahren. Dafür sorgen die Luftverwirbelungen.

Und in Bahrain haben wir gesehen: Die Teams gehen bei den Boxenstopps kein Risiko ein. Sie holen die Fahrer alle in einem ganz engen Zeitfenster an die Box. Deshalb gibt es kaum Vor- oder Nachteile in Sachen Reifen – und deshalb passiert auch nach den Stopps nicht viel.

Wer ist jetzt der WM-Favorit? Da gibt’s immer noch mehrere. Alonso gehört zum engsten Kreis, ganz klar. Vettel hat das schnellste Paket, sein Team muss das Auto noch zuverlässiger machen. Lewis Hamilton ist noch nicht abgeschrieben, Nico Rosberg und Michael Schumacher sind auch noch dabei. Wird spannend.

Was machen eigentlich Boris Becker und seine ­Lilly bei der Formel 1? Die haben doch ein kleines Kind, oder? Ähm…

Ralf Bach

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