Formel-1-Autos auf der Strecke kurz nach dem Start.
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Das kam unerwartet: Honda kündigt seinen Rückzug an - damit stehen zwei Teams vor einem Problem.

Hersteller will klimaneutral werden

Schock in der Formel 1: Motoren-Hersteller steigt unerwartet aus - Top-Team plötzlich ohne Antrieb

  • vonMarius Epp
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Hammer-Meldung in der Formel 1: Ein Motorenlieferant verkündet unerwartet seinen Ausstieg. Das momentan zweitbeste Team steht somit bald ohne Antrieb da.

  • Motoren-Hersteller Honda wird sich ab der nächsten Saison aus der Formel 1* zurückziehen.
  • Der Automobilkonzern will künftig eine klimaneutrale Strategie fahren.
  • Red Bull* und AlphaTauri* müssen in weniger als einem Jahr einen neuen Antrieb finden.

Tokio - Das ist ein echter Paukenschlag! Der japanische Automobilhersteller Honda steigt zum Ende der aktuellen Saison* aus der Formel 1 aus. Das gab Geschäftsführer Takahiro Hachigo am Freitag bei einer Pressekonferenz in Tokio bekannt. Das sind schlechte Nachrichten für Top-Team Red Bull und dem zugehörigen Rennstall AlphaTauri - denn sie stehen jetzt unter Zugzwang. In weniger als einem Jahr muss ein neuer Motorenlieferant her.

Formel 1: Honda gibt Rückzug bekannt - Red Bull und AlphaTauri stehen ohne Motor da

Honda begründet seinen Ausstieg mit einer neuen, klimaneutralen Strategie. „Da die Automobilindustrie eine 100-jährige Periode großer Veränderungen durchläuft, hat Honda beschlossen, die Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 anzustreben“, teilte der Konzern mit. Da die Ressourcen verschoben werden sollen, ist kein Platz mehr für den teuren F1-Zirkus.

Honda war 2015 in die Formel 1 zurückgekehrt. Seine erfolgreichsten Jahre hatte der Hersteller Ende der 80er-Jahre mit dem McLaren-Team*. Die Reaktion von Red Bull auf den Ausstieg folgte sofort. „Ihre Entscheidung stellt für uns eine offensichtliche Herausforderung dar“, sagte Teamchef Christian Horner. „Aber wir waren schon mal an diesem Punkt. Wir sind gut vorbereitet.“

Formel 1: Honda zieht sich zurück - Team hat lange Geschichte in der Königsklasse

Erst 2019 hatte sich Red Bull vom langjährigen Motoren-Partner Renault* getrennt und war die Zusammenarbeit mit Honda eingegangen. Horners Worte hören sich relativ entspannt an, doch die Lage ist ernst. Denn viele Optionen hat der Rennstall nicht. Mercedes* und Ferrari* kommen als größte Konkurrenten nicht infrage, von Renault hat man sich im Unfrieden getrennt. Das Team braucht jedoch unbedingt einen konkurrenzfähigen Antrieb, um Topfahrer wie Max Verstappen halten zu können.

Das alles könnte Zündstoff für ein wildes Gerücht sein, das aktuell die Runde macht. Steigt Porsche in die Motorsport-Königsklasse ein? Bedarf an starken Motoren ist da. Die Entscheidung von Honda sorgt jedenfalls für jede Menge Diskussionen und wird definitiv neuen Wirbel in die sowieso wohl schon verrückteste Saison der Geschichte bringen. (epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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