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Nico Hülkenberg will Schumi nicht vorbeilassen.

Formel 1: "Hulk" will einfach Gas geben

Valencia - Ein fester Händedruck, ein entschlossener Blick und ungeschminkte Worte: Neuling Nico Hülkenberg fährt in der Formel 1 einen klaren Kurs.

“Einfach Gas geben. Man muss aber immer auch mit der gebotenen Vernunft fahren. Unvernünftige sind in der Formel 1 nicht lange da“, sagte der 22-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. Und was passiert, wenn Michael Schumacher im Rückspiegel auftaucht? “Nichts, dann hab ich was richtig gemacht“, antwortete der Emmericher und lächelte verschmitzt.

Hülkenberg ist beim Williams-Rennstall vom Test- und Ersatzfahrer zum Stammpiloten aufgestiegen. Am Mittwoch durfte er seinen neuen Dienstwagen endlich zum ersten Mal fahren. “Ich musste die Zeit absitzen“, meinte er. Doch die Wartezeit quälte ihn. “Was man liebt und was man am besten kann, kann man einfach nicht ausüben. Das ist ein blödes Gefühl“, betonte Hülkenberg. An seinem ersten Testtag drehte er deshalb gleich zu Beginn um 10.00 Uhr seine erste Runde auf dem Circuit Ricardo Tormo. Am Montag und Dienstag hatte sein 37 Jahre alter Teamkollege Rubens Barrichello die Proberunden absolviert.

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Hülkenberg, der Fan von Tennis-Superstar Roger Federer ist, zählt zur jungen Generation der Formel 1. Ehrgeizig und zielorientiert, den Blick fürs Wesentliche. Der Glamour-Faktor der Formel 1 interessiert ihn nicht. Hülkenberg will Rennen fahren. Und das möglichst erfolgreich. Ein Williams-Auto allerdings gewann zuletzt 2004 in Brasilien einen Grand Prix. So ist nicht damit zu rechnen, dass Hülkenberg seine bis dato glänzende Erfolgsbilanz in den Nachwuchsklassen auch in der Formel 1 sofort ausbauen kann.

“Man muss sich immer wieder ins Gewissen rufen, dass man in der Formel 1 ist mit den 25 besten Fahrern der Welt und auch den besten Teams der Welt“, erklärte Hülkenberg, wie er die eigene Erwartungshaltung dämpft. “Man muss auch schauen, wie gut das Paket ist und was man damit erreichen kann. Bestimmt wird diese Situation kommen und ich werde mich ärgern“, räumte er schon mal ein.

Als Referenz bringt “Hulk“ (oder “Hülki“) Titel in der GP2- Kategorie, der Formel 3 Euroserie und der A1-Serie mit. Einen Etappenplan für seine weitere Karriere hat Hülkenberg aber nicht aufgestellt. Vorerst nur das: “In der Formel 1 etablieren und das über lange, lange Jahre.“ Und dann freilich auch: “Weltmeister werden auf jeden Fall.“

Messen kann er sich in den kommenden drei Jahren auch mit Rekordchampion Schumacher. Beide haben in Willi Weber denselben Manager. Für die Duelle mit dem siebenmaligen Weltmeister auf der Strecke gab Hülkenberg auch schon den Kurs vor. “Wenn man den Jahrhundert-Rennfahrer hinter sich hat, will man ihn nicht vorbeilassen.“

dpa

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