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Formel 1: Mick Schumacher fährt im Ferrari - doch steht er nicht bei Haas unter Vertrag?

  • Melanie Gottschalk
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Mick Schumacher fährt ab der kommenden Saison in der Formel 1. Sein Team plant langfristig mit ihm, der ehemalige Ferrari-Boss di Montezemolo findet das gut.

  • Der deutsche Rennfahrer Mick Schumacher wird ab der kommenden Saison in der Formel 1 fahren.
  • Er tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Michael Schumacher.
  • Trotz anfänglicher Bedenken verfolgt der US-amerikanische Rennstall Haas langfristige Ziele mit Mick Schumacher.

Update vom Dienstag, 02.02.2021, 12.03 Uhr: Mick Schumacher kann sein Formel-1-Debüt kaum erwarten. Der Formel-2-Champion absolvierte am Donnerstag und Freitag auf dem Ferrari-eigenen Kurs in Fiorano Testrunden. Der 21-Jährige aus der Scuderia-Nachwuchsschmiede steuerte dabei einen drei Jahre alten Ferrari SF71H.

„Ich kann es kaum erwarten, dass die neue Saison beginnt, dass ich erstmals in der Startaufstellung an der Seite der besten Fahrer der Welt stehe“, sagte Schumacher, der 2021 für das US-Team Haas starten wird.

Tests in alten Autos sind gestattet, die offiziellen Übungsfahrten sind für Mitte März in Bahrain geplant. Die Saison soll dort mit dem ersten Grand Prix am 28. März auch beginnen. „Bis dahin werde ich versuchen, Spaß zu haben und mich auf diesen Moment vorzubereiten. Wenn die Lichter ausgehen, wird es sehr aufregend sein“, sagte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Update vom Mittwoch, 27.01.2021, 9.10 Uhr: Mick Schumacher, der Sohn der Fomel-1-Legende Michael Schumacher, fährt ab dem 28. März um den WM-Titel in der Formel 1. Der ehemalige Boss des Rennstalls Ferrari, Luca di Montezemolo, hat sich nun zu dem Aufstieg des 21-Jährigen in die Königsklasse des Motorsports geäußert.

„Der Name ist nicht genug, um zu gewinnen, dazu gehört mehr”, sagte der 73 Jahre alte Italiener in einem Interview der „Sport Bild”. „Es ist gut, dass man ihn bei Haas in einem Team aus der zweiten Reihe und ohne Druck fahren lässt. Es ist wichtig, dass er dort wächst, Erfahrungen und Fortschritte macht.”

Mick Schumacher gibt Debüt in der Formel 1 – Haas hatte Bedenken

Update vom Freitag, 22.01.2021, 14.07: Seit Ende 2020 steht es fest: Mick Schumacher fährt in der kommenden Rennsaison der Formel 1 im Cockpit des US-amerikanischen Rennteams Haas. An der Seite von seines neuen Teamkollegen Nikita Mazepin, der genau wie Schumacher Ende März beim Großen Preis von Bahrain sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports geben wird.

Doch vor der Verkündung des neuen Fahrerduos des Rennstalls aus den USA, soll Teambesitzer Gene Haas angeblich Bedenken geäußert haben, mit zwei Neulingen in die neue Saison zu starten. Das bestätigte Haas-Teamchef Günther Steiner kürzlich gegenüber formel1.de. Steiner selbst konnte den US-amerikanischen Geschäftsmann Gene Haas aber schließlich von seinem Vorhaben überzeugen, mit Mick Schumacher und Nikita Mazepin an den Start zu gehen.

Formel 1: Haas Rennstall hat langfristige Ziele mit Mick Schumacher

Dabei betont Günther Steiner, dass er mit Mick Schumacher und seinem Teamkollegen vor allem langfristige Ziele verfolge. „Wir müssen einfach einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne zu machen. Das ist mein Ziel mit den zwei Rookies“, sagte er gegenüber formel1.de. Demnach strebt das Team an, mit Schumacher und Mazepin auch über die Formel 1-Saison 2021 hinaus zusammenzuarbeiten.

 „Ich bin sowieso dagegen, einen Fahrer nur ein Jahr zu haben, selbst wenn er erfahren ist. Bis man sich kennenlernt und sich versteht, vergehen mindestens sechs Monate“, erklärt der italienische Teamchef Günther Steiner seinen Plan bei Haas. Somit hätte man mit Mick Schumacher die Gelegenheit, nach einem „Lernjahr“ in der Formel 1, die Resultate in der darauffolgenden Saison 2022 einzufahren.

Vor dem Saisonstart in der Formel 1: Mick Schumacher wählt besondere Startnummer

Erstmeldung von Mittwoch, 20.01.2021, 16.08 Uhr: Kassel - Viele deutsche Formel-1-Fans waren regelrecht begeistert von der Nachricht, dass Mick Schumacher künftig in der Formel 1 fahren wird. Er hat für die kommende Saison ein Cockpit bei dem US-amerikanischen Rennstall Haas bekommen und wird ab Ende März um den Weltmeistertitel kämpfen.

Wahl der Startnummer besonderer Augenblick für Formel-1-Fahrer

Ein ganz besonderer Augenblick für die neuen Formel-1-Fahrer ist dabei die Wahl der Startnummer. Denn diese behalten die Fahrer in den meisten Fällen ihre gesamte Karriere in der Formel 1. Entsprechend wichtig ist diese Nummer für sie. Lewis Hamilton beispielsweise schwört auf seine 44, die er schon vor seinen Formel-1-Titeln auf dem Kart trug. Dafür verzichtet er sogar seit Jahren auf die 1 des Weltmeisters. Sebastian Vettel könnte sich wiederum nicht vorstellen, ohne seine 5 zu fahren.

Die Zahlen haben in den meisten Fällen also eine tiefe Bedeutung und die Formel-1-Fahrer haben sich gründlich überlegt, welche Startnummer sie wählen. So auch bei Mick Schumacher, der sich für die 47 entschieden hat*.

Mick Schumacher wird ab der kommenden Saison in der Formel 1 für den us-amerikanischen Rennstall Haas fahren.

Mick Schumacher entscheidet sich für Startnummer in der Formel 1

Natürlich hat die 47 auch für Mick Schumacher einen besonderen Hintergrund, wie er selbst erklärt: „Ich werde mit der Nummer 47 antreten. Die 4 und die 7 sind Lieblingszahlen von mir, und da die 4 und die 7 schon vergeben waren, habe ich mich für die Kombination entschieden. Es gibt dazu noch einen witzigen Zufall: Wenn wir in der Familie alle Geburtstage zusammenzählen, kommt auch die 47 heraus“, sagt der junge Formel-1-Fahrer laut dem Portal „Speedweek“.

Die Startnummer 4 hat Fahrer Lando Norris, der für den Rennstall McLaren an den Start geht, Kimi Räikkönen ist mit der Nummer 7 unterwegs.

Startnummern in der Formel 1: Nicht nur Mick Schumachers 47 hat besondere Bedeutung

Spricht man von Startnummern in der Formel 1, gibt es einige Kuriositäten. Heute ist es nicht mehr erlaubt, eine Nummer über 99 zu wählen, früher waren dreistellige Zahlenkombinationen allerdings möglich. So ging 1974 die Italienerin Lella Lombardi mit der 208 an den Start – wegen ihres Sponsors Radio Luxemburg, der auf der Wellenlänge 208 mHz sendete.

Doch sie konnte sich nicht für das Rennen qualifizieren, weshalb die höchste Nummer, die jemals in einem Grand Prix zum Einsatz kam, die 136 von Rudolf Krause (BMW) ist. Er fuhr 1952 auf dem Nürburgring mit dieser Startnummer das Rennen. (Melanie Gottschalk) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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