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Taifun Hagibis steuert auf Japan zu.

Sebastian Vettel bekommt es mit Hagibis zu tun

Supertaifun-Alarm in Suzuka! fällt das Formel-1-Rennen in Japan aus?

Macht der Taifun Hagibis dem Rennen in Japan ein Strich durch die Rechnung? Die Formel 1 muss bangen. Vielleicht findet kein Start statt.

Beim Formel-1-Rennen in Japan an diesem Wochenende (Start: So., 7.10 Uhr, Sky und RTL) könnten nicht nur die Fahrer für Wirbel sorgen, sondern auch die Natur: Der Taifun Hagibis nimmt derzeit Kurs Richtung Nordosten und könnte Änderungen am Zeitplan in Suzuka erzwingen. Japans Wetterbehörde warnt vor Sturm und hohen Wellen durch den inzwischen 19. Taifun der Saison, der am Mittwoch zu einem Supertaifun, einem Hurrican der Stärke 4 hochgestuft worden war.

Taifun-Alarm - Auch sportlich stürmische Zeiten für Sebastian Vettel

Stürmische Zeiten, die Sebastian Vettel bei Ferrari derzeit auch ohne Tropensturm durchlebt. Alle schauen hin, was Ferrari in Japan treibt. Kein Wunder, denn beim letzten Rennen in Sotschi sorgten die Italiener für Gesprächsstoff, der nachhaltig bleibt. Die Scuderia hatte Vettel durch den absichtlich verzögerten Boxenstopp vorgeführt, damit Lieblingspilot Charles Le­clerc (21) die Führung vom Deutschen übernehmen konnte.. Kurz nach dem Rennen prophezeite Red-Bull-Chefberater Helmut Marko schon die Konsequenzen für seinen Ex-Piloten. „Vettel hat bei Ferrari keine Zukunft mehr!“

Bei Servus TV legte Marko nach. „Vettel hat wahrscheinlich die bessere Rennabstimmung gefunden“, so Marko, „Leclerc hätte ja ranfahren können, aber das hat er nicht geschafft. In der Situation ist es klar, dass er sich da nicht genau erinnert, was ausgemacht war. Und dass man ihn dann so offensichtlich mit den alten Reifen herumschlittern lässt, bis Leclerc vorbei ist, trägt natürlich auch nicht zur Stimmung bei. Ich finde das gar nicht gut. Vettel ist vorn, Leclerc beschwert sich. Und dann gibt der Renningenieur mehr oder minder offiziell durch: Mach dir keine Sorgen, wir regeln das über den Boxenstopp. Das heißt: Wir manipulieren den Boxenstopp. Eigentlich ist das gegen die Fairness und gegen den Sport.“

Video: Bläst Super-Taifun Formel 1 in Japan weg?

Fällt das Rennen in Suzuka aus? Ferrari-Querelen überschatten Rennen

Marko sieht die Schuld bei Leclerc: „Leclerc hat sich in Monza nicht an die Regel gehalten. Da hätte er einen Windschatten für Vettel geben sollen. Leclerc hat das so hinausgezögert, dass die letzten fünf Fahrer überhaupt keine Runde mehr zusammengebracht haben. Der trägt schon seinen Teil bei.“

Im Kölner Express meldete sich Gerhard Noack (67) zu Wort. Noack war ein Entdecker und Förderer vom Heppenheimer zu Kartzeiten. Noack: „Sebastian ist kein Typ, der hinwirft“, sagt Noack, gibt aber zu bedenken: „Für einen Leistungssportler hat er schon einige Jahre auf dem Buckel.“

Noack ist gespannt, wie sein Meisterschüler in Suzuka reagiert: „In den nächsten Rennen entscheidet sich, wer als Ferraris Nummer eins ins neue Jahr geht.“ Und er legt sich fest: „Ich denke, Sebastian wird 2020 noch fahren, was danach passiert, steht in den Sternen.“

PS: Am Dienstag vergangener Woche unterbrach Vettel einen Test im Schaltkart, um in der Ferrari-Fabrik in Maranello eine Aussprache mit Teamchef Mattia Binotto abzuhalten. Das Gespräch sei konstruktiv gewesen, hört man.

Was uns hier in Deutschland für ein Wetter erwartet, lesen Sie im Deutschland-Wetter-Ticker nach. 

Ralf Bach

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