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Frankreich stürzt Brasilien

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- Berlin (dpa) - Die Fußball-Weltmeisterschaft hat ihre Sensation: Frankreich stürzte Titelverteidiger Brasilien und trifft nun in München im Halbfinale auf Portugal. Das goldene Tor für den Weltmeister von 1998 erzielte in Frankfurt/Main Thierry Henry in der 57. Minute.

Zuvor hatte sich Portugal in Gelsenkirchen gegen England nach torlosen 180 Minuten mit 3:1 im Elfmeterschießen durchgesetzt. Bereits am 4. Juli versucht Deutschland in Dortmund im Duell der dreifachen Weltmeister gegen Italien, zum achten Mal in ein WM-Finale einzuziehen.

Vor 48 000 Zuschauern gab der fünfmalige Weltmeister Brasilien eine äußerst enttäuschende Vorstellung und kassierte nach elf WM- Siegen hintereinander zurecht die erste Niederlage. Das von Regisseur Zinedine Zidane angeführte Team hat nun die Chance, seinen Titelgewinn von vor acht Jahren zu wiederholen.

In der Gelsenkirchener Arena wurde vor 52 000 Zuschauern Portugals Torhüter Ricardo zum Matchwinner, indem er im Elfmeterschießen die Elfmeter von Frank Lampard, Steven Gerrard und Jamie Carragher parierte. Nach einer Tätlichkeit hatte Englands Starstürmer Wayne Rooney in der 62. Minute die Rote Karte vom argentinischen Schiedsrichter Horacio Elizondo gesehen.

Unterdessen hat der Weltverband FIFA eine Untersuchung der Tumulte und Handgreiflichkeiten nach dem Viertelfinale am Freitag in Berlin zwischen Deutschland und Argentinien angekündigt. «Die Disziplinarkommission wird anhand der Berichte und von Videos untersuchen, ob noch weitere Dinge Gegenstand eines Verfahrens werden könnten», erklärte FIFA-Mediendirektor Markus Siegler. Vor dem Halbfinale in Dortmund müsse die Kommission eine Entscheidung treffen.

Mit einer kleinen Party feierte die deutsche Mannschaft in der Nacht zum Samstag ihren Halbfinal-Einzug. Einige Spieler wie Kapitän Michael Ballack wurden noch am Abend von der medizinischen Abteilung betreut. Bundestrainer Jürgen Klinsmann will in den kommenden Tagen vor allem auf Regeneration setzen.

Nach den nächtlichen Siegesfeiern der deutschen und italienischen Fans zum Auftakt des WM-Viertelfinales blieben auf den Partymeilen in Deutschland viele Plätze leer. Nur an den Spielorten in Gelsenkirchen und Frankfurt pilgerten die Fans wie gewohnt in Scharen auf die Festplätze. In der Revierstadt mussten fast 90 000 enttäuschte Briten den späten K.o.-Schlag im Elfmeterschießen gegen Portugal (1:3) verkraften. In Frankfurt versammelten sich schon bis zu sechs Stunden vor dem Abendspiel zwischen Brasilien und Frankreich Zehntausende von Fans.

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