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French Open: Termin, Ort, Modus, Geschichte - Alle Infos zum Tennis-Turnier

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Stade Roland Garros
Stade Roland Garros © Federico Pestellini / IMAGO

Benannt nach einem Luftfahrpionier leitet das auch „Roland Garros“ genannte Grand Slam-Turnier Jahr für Jahr die Sandplatzsaison ein. Wissenswertes über den Modus, den Spielplan sowie den historischen Hintergrund der French Open.

München – Die French Open gehören zu den vier Grand-Slam-Turnieren und zählen damit zu den prestigeträchtigsten Veranstaltungen der Tenniswelt. Traditionell sind sie zwischen den Australian Open und Wimbledon das zweite Grand-Slam-Turnier im Jahr und finden Ende Mai bis Anfang Juni statt. Austragungsort ist die französische Hauptstadt Paris. Gespielt wird bei den French Open auf Sand. Damit sind die French Open das einzige große Turnier, das auf diesem Untergrund stattfindet. Nach dem vorjährigen Rücktritt von Guy Forget als Turnierdirektor der French Open übernahm die frühere Weltranglistenerste und zweimalige Grand-Slam-Siegerin (Australian Open und Wimbledon 2006) Amelie Mauresmo die Spitze. Mauresmo ist die erste Frau, die diese Position innehat. 

French Open – Stats & Facts

French Open – der Modus

In der ersten Hauptrunde der Einzel-Wettbewerbe der French Open treten jeweils 128 SportlerInnen an. Im Doppel gibt es 64 Teams, die um die Trophäen kämpfen. Gespielt wird „best of five“, also drei Gewinnsätze. Eine Änderung im Spielmodus der Grand Slam-Turniere wird erstmals bei den diesjährigen French Open zu Einsatz kommen: Die Veranstalter der Australian Open in Melbourne, Roland Garros in Paris, Wimbledon in London und der US Open in New York haben sich auf eine einheitliche Tiebreak-Regel geeinigt. Seit einiger Zeit war nämlich bei allen Events im Entscheidungssatz eine unterschiedliche Regel geltend. Ab sofort wird das Tiebreak auf zehn Punkte gespielt, wobei zwei Punkte Unterschied sein müssen. Diese Neuerung gilt für sämtliche Einzel- und Doppel-Bewerbe sowie Nachwuchs- und Rollstuhl-Konkurrenzen. Somit gibt es nun auch in Paris einen – dort „jeu decisif“ genannten – Tiebreak im Entscheidungssatz.

French Open – der Spielplan 2022

Dieser (geplante) Spielplan kann sich noch kurzfristig ändern.


French Open – die Trophäe im Herren-Einzelbewerb

„La Coupe des Mousquetaires“ ist der Siegerpokal, der dem Sieger im Herreneinzel bei den French Open verliehen wird. Das aktuelle Design des Pokals entstand 1981, als der damalige Präsident der Fédération Française de Tennis, Philippe Chatrier, Juweliere aus Paris beauftragte, ihn neu zu gestalten. Die Trophäe ehrt das französische Quartett um Jean Borota, Jacques Brugnon, Henri Cochet und René Lacoste, das in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren das Herrentennis dominierte. Das Quartett ist bekannt als „die vier Musketiere“ und gewann sechsmal in Folge den Davis Cup. Die Silbertrophäe, die mit Weinblättern an der Spitze verziert ist und schwanenförmige Henkel hat, ist 21 Zentimeter groß, 19 Zentimeter breit und wiegt 14 Kilogramm. Auf dem Marmorboden sind die Sieger seit 1891 eingraviert. Nur einmal im Jahr, am Tag des Herrenfinals, wird die Trophäe bewegt.

French Open – die Trophäe im Damen-Einzelbewerb

Die Damentrophäe „La Coupe Suzanne Lenglen“ erinnert an Frankreichs erfolgreichste Spielerin der Geschichte. Suzanne Lenglen war der Superstar des Sports in den 1910er- und 1920er-Jahren und galt als fast unschlagbar. Seit 1979 wird die Trophäe an die Siegerin vergeben und ist im Nationalen Sportmuseum ausgestellt. Allerdings lief bei der Gravur der Siegernamen etwas schief. So entdeckte die britische Fotografin Ella Ling durch ein von ihr gemachtes Foto im Jahr 2019, dass die Britin Sue Barker, die 1976 den Titel gewann, als Australierin angegeben wird. Auch im darauffolgenden Jahr unterlief dem Graveur ein Missgeschick, als die Slowenin Mima Jausovec, Siegerin von 1977, mit „Jausevec“ eingraviert wurde. 

French Open – die Geschichte des zweiten Grand Slam-Turniers im Jahr

Die Wurzeln des Turniers reichen bis 1891 zurück. Frauen durften ab 1897 mitspielen. Allerdings war die Teilnahme bis 1925 fast ausschließlich Franzosen vorbehalten. Deshalb hieß der Wettbewerb ursprünglich auch „Französischer Wettkampf“. Mit der Zulassung ausländischer Spieler musste sich das allerdings ändern, weshalb die „French Open“ (also „französisch offen“) gegründet wurden. Ähnlich wie bei Olympia wollte man bei den French Open auch lange keine Profis am Start wissen. Geändert wurde das erst 1968, weshalb diese Öffnung bis heute als Beginn der „Open Era“ bekannt ist. Rekordsieger bei den Herren ist der Spanier Rafael Nadal, der das Turnier bereits dreizehn Mal für sich entscheiden konnte. Im Dameneinzel feierte die US-Amerikanerin Chris Evert sieben Siege.

French Open – mehrfache Sieger im Herren-Einzel

French Open – mehrfache Siegerinnen im Damen-Einzel

French Open – was nicht jedermann weiß

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