Frust bei Bayern, Gaudi beim MTSV

- Die Zweitliga-Basketballer des FC Bayern München haben im Kampf um den Klassenerhalt einen Dämpfer hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Takis Genikomsidis unterlag am Sonntagabend in Kaiserslautern unglücklich 78:82 (32:40). Weil der Tabellenletzte Ehingen überraschend 85:77 gegen Ulm gewinnen konnte, rutschten die Münchner am ersten Spieltag der Rückrunde mit 6:26 Punkten hinter Kronberg und Ehingen (je 8:24) auf den letzten Platz. Besser machten es dagegen die Zweitliga-Damen des MTSV Schwabing: Das Team von Trainer Bastian Wernthaler feierte am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenletzten Marburg II den erwarteten 97:66 (53:31)-Kantersieg und bleibt punktgleich mit Mainz (je 26:4) an der Spitze.

"Wir haben nicht viel falsch gemacht und hätten gewinnen können. Aber es hat nicht sollen sein", meinte Genikomsidis nach der knappen Pleite in der Pfalz frustriert. Eineinhalb Minuten vor dem Ende führte sein Team noch 77:73, doch unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen und Pech im Abschluss brachten die Wende. Dem Neuling aus München gelang in der hektischen Schlussphase nur noch ein Freiwurf, Kaiserslautern hingegen verwandelte die sich bietenden Chancen eiskalt und gewann letztlich glücklich.

"Wenn du unten drin stehst, dann hast du oft auch noch Pech und kriegst nicht die Pfiffe, die du eigentlich kriegen solltest", übte Genikomsidis verhaltene Kritik an den Unparteiischen. "Aber", meinte der Grieche weiter, "auf die gezeigte Leistung können wir aufbauen." In der Tat. Denn nach einer durchwachsenen ersten Hälfte mit einer hohen Fehlerquote vor allem bei den Ballverlusten und einem schwachen Offensiv-Rebound lief es nach der Pause besser für Bayern. Der Neuling agierte konzentrierter und arbeitete sich auch ohne den verletzten Routinier Mario Knezevic (Hüftprellung) Punkt um Punkt heran.

Vor allem Zugang Sebastian Kling, der erst sein zweites Spiel für die Münchner absolvierte, überzeugte. Der Ex-Ludwigsburger erzielte15 Punkte und war vor Jochen Losch (14) und Jan Stephan (13) bester Werfer beim FCB. Auch Henning Gutt (9) machte bis zu seinem foulbedingten Ausscheiden sieben Minuten vor dem Ende eine gute Partie. "Jetzt", weiß Genikomsidis, "müssen wir unbedingt gegen Chemnitz gewinnen." Die Partie gegen die Ostdeutschen findet am kommenden Sonntag (17 Uhr, Säbener Straße) in eigener Halle statt.

Frust bei den Bayern, Freude hingegen bei den Schwabingerinnen: Bereits nach dem ersten Viertel war die Partie gegen den Letzten entschieden (33:10). "Danach haben sie nur noch versucht, Spaß zu haben", sagte Wernthaler über seine Damen. Das gelang. Und damit klappte auch die Generalprobe für das Achtelfinalspiel im DBB-Pokal am Mittwoch gegen Erstligist Saarlouis (20 Uhr, Halle an der Morawitzkystraße). Gegen den Ex-Klub der früheren Münchner Starspielerin Schuscha Boksay, derzeit Fünfter in der Bundesliga, ist Zweitligist Schwabing natürlich nur krasser Außenseiter. "Aber", weiß Wernthaler, "im Pokal ist alle möglich. Vielleicht gelingt uns ja eine Sensation. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Fans." Gegen Marburg trafen gleich fünf Schwabingerinnen zweistellig, allen voran Stefanie Kron (18). Zudem überzeugten Verena Stürmlinger (16), Jezabal Ohanian (14), Evelyn Walters (13) und Conny Janzon (11).

Am Samstag, drei Tage nach dem Pokal-Knüller, wartet auf den MTSV in der Zweiten Liga bereits der nächste Kracher: Dann muss Schwabing beim Tabellenvierten Nördlingen (18:10) antreten.

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