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Nur fünf galoppieren um 155 000 Euro

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- München - Dass hohes Niveau seine Tücken haben kann, erlebt gerade der Münchener Rennverein (MRV): Zwar sind am Sonntag im Großen Dallmayr-Preis auf der Galopprennbahn Riem überaus starke Pferde am Start, doch das Feld ist klein. Nur fünf Galopper kämpfen um die Dotation von 155 000 Euro. Dabei handelt es sich um ein Gruppe-I-Rennen, die höchste Klasse im Galopprennsport, und den Höhepunkt der Riemer Saison.

Das derzeit beste deutsche Rennpferd Arcadio, das französische Superpferd Laverock, Almerita, Siegerin im Deutschen Stutenderby, dazu die Hengste Fight Club und Lord of England, die auch schon Siege auf Gruppe-Ebene erzielten - "das ist ein sensationelles Feld", meint MRV-Präsident Wolfgang Wille. So sensationell allerdings, dass es andere abschreckte: "Etliche Pferd sind zurückgezogen worden, weil die Trainer und Besitzer keine Chancen sehen."

Wie zum Beispiel der englische Trainer Michael Channon mit seinem vierjährigen Rocamadour, der Gruppe-Rennen in England, Frankreich und Italien bestritten hat. Sein Start sei fest eingeplant gewesen, sagt MRV-Geschäftsführer Kurt Zwingmann, bis Channon gestern einen Rückzieher gemacht habe. "Seine Begründung war: Mein Pferd ist nicht gut genug."

Auch das beste Riemer Pferd, die vierjährige Stute Floriot, wird nicht am Start sein. Nach einem grandiosen Sieg in Mailand hatten Besitzerin Clarissa Hiddemann und Trainer Werner Glanz den prestigeträchtigen Einsatz der Lokalmatadorin erwogen, sich dann aber dagegen entschieden. Für das Nachnennen wäre eine Gebühr von immerhin 22 000 Euro zu bezahlen gewesen, "was natürlich eine Menge Geld ist", wie Zwingmann einräumt, und gegen Arcadio und Laverock nur schwer zurückzugewinnen ist.

Auch der Start von Vorjahressieger Soldier Hollow, der sich im Besitz des MRV-Präsidiumsmitglieds Helmut von Finck befindet, hat sich zerschlagen. Der Galopper des Jahres 2004 bestreitet am 12. August die Arlington Million in Chicago. Dort "will Helmut von Finck nach den Sternen greifen", sagt Zwingmann, "dafür muss man Verständnis haben".

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