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Galasek soll Nürnbergs Leitwolf werden

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- Nürnberg - Zweieinhalb Wochen vor Anpfiff der neuen Saison hat für Tomas Galasek die Vorbereitung auf das Abenteuer Bundesliga gerade erst richtig begonnen. "Die Bundesliga ist für mich eine echte Herausforderung", sagt der Neuzugang des 1. FC Nürnberg, der nach einer Innenbandverletzung im rechten Knie am Dienstag im Test gegen Israels Meister Maccabi Haifa (2:1) erstmals 45 Minuten zum Einsatz kam.

Für Trainer Hans Meyer ist der seit Jahren prominenteste Club-Neuzugang mehr als nur der Leitwolf im jungen Team. "Tomas Galasek ist mein absoluter Wunschspieler."

Dass der 51-malige Nationalspieler Tschechiens und Kapitän seiner Landesauswahl überhaupt von Ajax Amsterdam nach Franken gewechselt ist, begründet Galasek vor allem mit den guten Perspektiven. "Wir können in Nürnberg einiges bewegen", sagt Galasek mit Blick auf seine jungen Kollegen. Nach zwei Jahren soll Schluss sein, was aber nicht heißt, dass der Familienvater nur noch mit halber Kraft zur Sache geht.

"Ich weiß, dass ich noch auf höchstem Niveau spielen kann", sagt Galasek. Und wer den Routinier, eine klassische Nummer sechs, im Trainingslager beobachtete, sah einen top motivierten Profi. "Wir wollen versuchen, mindestens wieder Achter zu werden", sagt Galasek. "Er kann uns mit seinen strategischen Fähigkeiten helfen", sagt Meyer, der seinen Leitwolf unter Druck setzt. "Bei der WM habe ich ihn richtig schwach gesehen." Da war der Abräumer wegen seiner Knieprobleme aber gehandicapt.

Meyer kennt den Tschechen aus seiner Zeit in den Niederlanden. 1996 war Galasek von Banik Ostrau zu Willem II Tilburg gewechselt, 2000 holte ihn Ajax Amsterdam, wo er das auch von Meyer bevorzugte 4-3-3 verinnerlichte. Den Rhythmus vorzugeben, das Tempo zu variieren - das ist sein Job. Und bei Bedarf den Gegner bei Ballbesitz entscheidend stören: Experten sahen Galasek während seiner sechs Ajax-Jahre als Fachmann für taktische Fouls. Der Club setzte sich mit seiner Offerte unter anderem gegen den FC Porto durch, auch das zeugt von der Qualität des neuen Führungsspielers.

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