Ghiganis Glücksschuss sichert Haching ein Remis

- Paderborn - Harry Deutinger hatte sich einiges überlegt vor dem Auswärtsspiel seiner Unterhachinger in Paderborn, das merkte man gleich zum Start der Partie. Necat Aygün war wegen eines Magen-Darm-Infekts ausgefallen, die Schwächung wurde durch eine groß angelegte Rochade kompensiert: Stefan Buck lief als Innenverteidiger auf, im Mittelfeld bekam Ivica Majstorovic das Vertrauen, dazu zog der Coach Robert Lechleiter aus dem Sturm zurück. Letztlich zahlte sich alles aus. "Wir wollten hier einen Punkt holen, das ist uns gelungen", stellte Deutinger nach dem 1:1 zufrieden fest.

Der Punktgewinn war schmeichelhaft und glücklich, aber wen kümmert das, wenn am Ende der Klassenerhalt geschafft ist? Die Paderborner waren nach einer knappen Stunde durch Benjamin Schüßler in Führung gegangen (Rajko Tavcar konnte den Kopfball nicht verhindern), und das völlig verdient, wie auch Deutinger einräumen musste: "Wir haben nach 15 Minuten den Faden verloren und waren zu passiv. Philipp Heerwagen hat uns einige Male gerettet." Doch die Gäste kämpften, und drei Minuten vor dem Abpfiff wurden sie belohnt. Nach einem Einwurf passte der eingewechselte Paul Thomik wunderbar Patrick Ghigani in den Lauf. Dessen Schuss wäre womöglich eher in Richtung Seitenaus gegangen, doch der Ball sprang von Markus Bollmanns Hacke ins Paderborner Gehäuse.

"Es ist immer glücklich, wenn man kurz vor Schluss ein Ausgleichstor schießt", meinte Deutinger, "aber ich bin sehr zufrieden." Ghigani darf es auch sein, obwohl ihm das Tor nicht gutgeschrieben wird. Er könne noch viel mehr, hatte er vor dem Rückrundenstart gesagt, "ich bin noch nicht auf dem Niveau, wo ich hinwill". Vor allem wollte er mehr Tore schießen: "Ich bin offensiver Mittelfeldspieler, da muss ich auch öfter treffen." Ein Anfang ist gemacht - mit Glück und einem unfreiwilligen Helfer zwar, doch das schmälert den Erfolg nicht wirklich.

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