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Wolfgang Scheuer

Golf wieder olympisch: DGV-Präsident Scheuer glücklich

Im April 2010 tritt Wolfgang Scheuer, Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV), nach fast 20 Jahren zurück. Sein größtes Abschiedsgeschenk: Golf ist 2016 olympische Sportart. 

Das kann sich der Münchner Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV) an seine Fahnen heften: In der fast 20-jährigen Amtszeit (der Rechtsanwalt für Steuerrecht tritt im April 2010 aus privaten Gründen zurück) hat der Golfsport in Deutschland einen ungemeinen Aufschwung genommen. Beim Amtsantritt von Dr. Wolfgang Scheuer 1994 gab es in Deutschland rund 225 000 Golfer, zu seinem Abschied sind es rund 600 000.

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Vor allem aber konnte er quasi zum Abschluss seiner bis April 2010 dauernden Amtsperiode den größten Erfolg feiern: Golf wird bei den Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro nach 112 Jahren (letztmals 1904) wieder in das Programm unterm Zeichen der fünf Ringe aufgenommen. Nicht nur den DGV-Chef freut`s ungemein: „Für viele der 60 Millionen Golfer aus der ganzen Welt ist ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen.“

Ob sein Zweiter erfüllt wird? Sicher nämlich ist: Wolfgang Scheuer wird Olympia wie auch den Ryder Cup 2018 nicht mehr im Amt des erleben: Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise wurde von der Ryder Cup Europe LLP die Entscheidung über den Austragungsort von 2010 auf Oktober 2011 verlegt. Fest steht alleine: Das traditionelle Duell mit den USA wird in Europa ausgetragen.

Aber wenigstens das steht fest: Das vom DGV für die deutsche Bewerbung gegründete Komitee (RCD) hat Ende September das Verhältnis auf 2:1 für Bayern verkürzt. Noch im Rennen sind der GC München-Valley unter neuer Führung, der Wittelsbacher Ausgleichsfond Neuburg und das A-Rosa Resort in Bad Saarow. Erst im November wird entschieden, welcher deutsche Club sich für das „Finale“ bewirbt (Gegner sind u. a. Schweden, Spanien, Portugal, Frankreich).

Noch einen Triumpf aber kann dem Münchner Scheuer (geboren 1935, Mitglied beim Münchener GC und dem G & LC St. Eurach), der seine Funktionärslaubahn im Bayerischen Golf Verband (BGV) startete (Schatzmeister, Vize-, von 1995 bis 2004 BGV-Präsident) niemand nehmen: Unter seiner Ägide wurden u. a. die Projekte „Abschlag Schule“, „Jugend trainiert für Olympia“ und das Kindergolf-Abzeichen eingeführt wie auch die golfspezifische Aus- und Weiterbildung Erwachsener oder die Umwelt schonende Platzpflege; in den DGV integriert wurden der Verein clubfreier Golfer (VcG), der Behinderten-Verband, der Verband der Betreibergesellschaften und zuletzt die Professionell Golfer Association (PGA) of Germany in den DGV.

Keine Frage wohl, dass Wolfgang Scheuer im April 2010 zum DGV-Ehrenpräsident ernannt wird. Zur Sicherheit hat er seinen (möglichen) Nachfolger schon genannt: Den DGV-Vizepräsident Hans-Joachim Nothelfer (ehemals Verbandspräsident Sachsen und Thüringen). Übrigens: Als Privatmann kann Wolfgang Scheuer sein Handicap (derzeit 14,3) verbessern und zeigen, dass eines seiner Schlagwörter stimmt: „Golf kann man auch im hohen Alter spielen.“

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