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Haching entzaubert Pokalschreck

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- Pirmasens - Bei der SpVgg Unterhaching geht ja alles ruhig zu. Würden hier Verhältnisse wie beispielsweise beim FC St. Pauli herrschen, würde der Klub heute anfangen, Shirts zu verkaufen mit dem Aufdruck: "Favoriten-Besieger-Besieger". Der Zweitligist hat sich gestern mit einem souveränen 3:0 beim Pokalschreck Pirmasens schadlos gehalten.

Der durch die Treffer von Michal Kolomaznik (2) und Bruno Custos hergestellte Erfolg über den Regionalligisten, der in Runde eins Werder Bremen rausgekegelt hatte, war das fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage. Und das dritte in Serie ohne Gegentor. Der Klub scheint gut gerüstet für das Pokal-Achtelfinale.

Harry Deutinger hatte angekündigt, gegen den krassen Außenseiter ein wenig rotieren zu lassen. Vor allem im Angriff wollte er etwas Neues ausprobieren, doch nachdem Christoph Teinert ein steifer Nacken die Chance kostete, sich zu profilieren, beließ es der Coach bei zwei Wechseln. Patrick Ghigani durfte erstmals seit längerer Zeit wieder das Offensivspiel ankurbeln, für ihn musste Miroslaw Spizak auf der Bank Platz nehmen. Für Stefan Buck rutschte im Mittelfeld Thomas Sobotzik in die Startelf, der Kapitän wurde geschont, nachdem seine Knieverletzung aus dem Spiel gegen Jena am Freitag gegen Köln wieder leicht aufgebrochen war. Teinert war gar nicht erst mitgereist, bei ihm waren gründliche Untersuchungen befohlen worden. Diagnose: es ist nicht dramatisch. Der Stürmer bekam eine Spritzenkur verordnet. Bis zum Ligaspiel am Sonntag in Paderborn soll Teinert wieder fit sein.

Die Unterhachinger übernahmen schnell das Kommando gegen einen ziemlich überforderten Regionalligisten. Dennoch dauerte es 20 Minuten, ehe sie zum ersten Mal jubeln konnten. Kolomaznik hatte nach einer Flanke von Custos getroffen. Die Zusammenarbeit zwischen dem rechten Flügelläufer und dem Ex-Löwen klappte eine gute Viertelstunde später erneut erfolgreich. Diesmal verwertete Kolomaznik eine Custos-Flanke per Kopf. In die Pause marschierte Haching mit einer komfortablen und verdienten 2:0-Führung.

Die zweite Hälfte stand unter dem Motto: Vorsprung verwalten. Der Sieg geriet dabei nie nennenswert in Gefahr, obwohl die Platzherren in der letzten halben Stunde etwas stärker aufkamen. Philipp Heerwagen, seit Wochen in bestechender Form, musste in dieser Phase sogar zwei Schüsse parieren. Am Ende, kurz nachdem Miguel Carvalho für einen Ellbogencheck gegen Carsten Sträßer Gelb-Rot gesehen hatte, räumte Custos nach Spizaks Vorarbeit alle Zweifel aus.

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