1. Startseite
  2. Sport
  3. Mehr Sport

Hachings Volleyballer unter neuem Namen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

- Unterhaching - Auf den Pfaden erfolgreicher Liga-Konkurrenten wandeln Unterhachings Volleyballer bei der Erschließung neuer Geldquellen: So wie Vize-Meister evivo Düren und die binnen zwei Jahren vom Zweitligisten zum Europacup-Teilnehmer aufgestiegene SG uniVersa Eltmann hat nun auch der Münchner Vorort-Klub einen Namenssponsor gefunden.

Statt unter TSV firmiert das Männer-Bundesliga-Team ab der neuen Saison (Start am 17. September) unter Develey Unterhaching. Eine nahe liegende Zusammenarbeit im wörtlichen Sinne, denn die Zentrale des Senf-Herstellers befindet sich gerade mal einen Steinwurf von der TSV-Sporthalle entfernt.

Obwohl der Vertrag, über dessen finanzielle Details die Beteiligten nichts verraten, zunächst ein Jahr läuft, stellt Develey-Geschäftsführer Michael Durach ein dauerhaftes Engagement in Aussicht: "Wenn wir so etwas machen, dann langfristig." Der Umstand, dass das Unternehmen nicht nur die Bundesliga-Mannschaft, sondern ab Oktober auch den Aufbau einer Volleyball-Akademie des Vereins zur Talentausbildung unterstützt, verleiht diesem Versprechen Glaubwürdigkeit.

Zunächst aber sind die Hachinger froh, durch den Deal endgültig den Etat für eine kostenintensive Saison aufgebracht zu haben, in der es unter anderem gilt, als Gastgeber Anfang Januar ein Europacup-Turnier zu stemmen. "Wir haben jetzt schon mehr Geld beisammen als letzte Saison", so Manager Friedrich Liebhart, der vom "unteren bis mittleren sechsstelligen Bereich" spricht. Mit geschätzten 300 000 Euro liegt Unterhaching zwar weit hinter den Top-Teams, doch im Vorjahr erreichte der Verein mit noch geringeren Mitteln immerhin das Play-off-Halbfinale.

Aus der Erfolgsmannschaft sind allerdings nur Michael Mayer, Patrick Schwaack, Norbert Kunstek und Gerrit Zeitler übrig geblieben. Von den Neuzugängen sind sechs unter 21. Vom Zweitligisten Volleyball-Internat Kempfenhausen kamen die bayerischen Top-Nachwuchsleute Florian Malescha, Markus Pielmeier, Ferdinand Tille, Lucian Jachowicz und Thomas Ranner, vom SCC Berlin Patrick Steuerwald, der sein großes Talent als Zuspieler nun schon als 20-Jähriger im Bundesliga-Alltag beweisen muss. Einziger Routinier unter den Neuen ist der 35-jährige Ex-Leipziger Dejan Stankovic. "Wir haben jetzt die jüngste Mannschaft der Liga. Ob es wieder fürs Halbfinale reicht, weiß ich nicht, aber wir haben keine Angst", setzt Trainer Mihai Paduretu volles Vertrauen in seine Youngster.

Auch interessant

Kommentare