1. Startseite
  2. Sport
  3. Mehr Sport

Haie-Fans feiern Halbfinal-Rückkehr

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

- Berlin - 13 000 Haie-Fans feierten ausgelassen und sangen "So was hat man lange nicht gesehen": Der erste Halbfinal-Einzug seit drei Jahren sorgte für Eishockey-Hochstimmung in der Köln-Arena und stimmte auch Trainer Hans Zach sehr milde. Nachdem seine Schützlinge mit dem 6:2 über die Nürnberg Ice Tigers den Viertelfinal-Durchmarsch perfekt machten, gab Zach für Mittwoch und Sonntag trainingsfrei.

"Ich kann der Mannschaft nur gratulieren. Wir haben eine hervorragende Serie gespielt. Wir sind auf die Minute topfit und werden uns jetzt auf das Halbfinale vorbereiten", sagte Zach mit Blick auf die Pause bis zum 30. März. Nach zwei Enttäuschungen ist das Vordringen unter die besten Vier auch wirtschaftlich bedeutsam. "Das macht uns den Rücken frei und erleichtert schon etwas die kommende Saison", sagte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin.

Nürnbergs Trainer Benoit Laporte ließ nach dem sechsten Viertelfinal-Aus der Ice Tigers hintereinander seiner Enttäuschung freien Lauf: "Hier hat heute eine Mannschaft für das Halbfinale gespielt, eine hat nur ein bisschen Eishockey gespielt." Von seinen 18 Spielern hätten sich nur 15 eingesetzt, schimpfte Laporte und drohte mit Vertragsauflösungen.

Nächster Gegner für Köln könnte Titelverteidiger Eisbären Berlin sein, der sich mit einem vierten Sieg an diesem Donnerstag über die Krefeld Pinguine eine Pause verschaffen will. Nach dem 5:2 beim Meister von 2003 warnte Trainer Pierre Pag davor, die Krefelder abzuschreiben und erinnerte an die Probleme in den ersten beiden Heimspielen. Krefelds Trainer Teal Fowler gab jedoch zu: "Die Niederlage tut uns sehr weh und wirft uns zurück. Die Eisbären haben etwas defensiver gespielt als bisher, das hat sich ausgezahlt."

Frühestens am Sonntag können in Hamburg und Hannover weitere Halbfinalisten feststehen. Die Hamburg Freezers wirkten beim 3:2 über die DEG Metro Stars jedoch lange Zeit harmlos. "So wie wir im ersten Drittel gespielt haben, darf man in den Playoffs nicht auftreten. Das war indiskutabel", schimpfte Nationalspieler Alexander Barta nach dem 2:2-Ausgleich in der Serie. Hannovers Trainer Kevin Gaudet sieht sein Team nach dem etwas glücklichen 3:2 über Ingolstadt im Vorteil, weil die Scorpions dort zuletzt stark begannen und durch ihren tiefer besetzen Kader möglicherweise mehr Kraft hätten.

Die Kassel Huskies schienen gegen den EV Duisburg auf dem besten Weg in die 2. Liga, vermieden mit der Aufholjagd zum 3:2 aber einen 0:3-Rückstand in der Abstiegsrunde. Vor der vierten Partie am Freitag forderte Kassels Trainer Stphane Richer: "Wir müssen schnellstens lernen, von der ersten Minute an fit zu sein, sonst wird es am Freitag ganz schwer und das Spiel ist vorbei, bevor es begonnen hat." Kapitän Tobias Abstreiter lobte die Moral: "Im letzten Jahr wäre die Mannschaft nach solchen Rückständen auseinander gebrochen." Duisburg hatte schon zuletzt daheim einen 4:1-Vorsprung verspielt. Trainer Dieter Hegen ärgerten diesmal vor allem "viele blöde Strafen".

Auch interessant

Kommentare