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Nick Heidfeld.

Heidfeld im Bewerbungsspurt

Singapur - Fünf WM-Läufe hat Nick Heidfeld Zeit, um sich seine weitere Zukunft als Formel-1-Pilot zu sichern. Zweifel am Renn-Comeback hatte er nicht. Für 2011 ist noch alles offen.

Endlich wieder mittendrin statt nur dabei. Für seine Rückkehr ins Renncockpit bekam Nick Heidfeld sogar einen Platz auf dem Podium der Weltverbands-Pressekonferenz zum Großen Preis von Singapur reserviert. “Diese Pause war mir zwar unangenehm, hat mir andererseits aber auch gezeigt, dass permanent Interesse an mir da war, und schließlich hat man mich bereits in der laufenden Saison zurückgeholt“, sagte Heidfeld in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa und blickt voraus: “Ich sehe da schon Potenzial, mich in Szene setzen zu können.“

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14 Rennen nur Zuschauer, Ersatzfahrer bei Mercedes GP, dann der Wechsel als Testpilot zu Pirelli. Und nun gibt er bei seinem alten Team Sauber anstelle des geschassten Pedro de la Rosa beim Nachtspektakel in der asiatischen Millionen-Metropole sein Renn- Comeback. Heidfeld erhöht die Zahl der deutschen Piloten damit auf den Rekordwert sieben - von insgesamt 24.

Auf dem Marina Bay Street Circuit beginnt für Heidfeld die Bewerbungstour für 2011. Fünf Rennen hat er Zeit, sich für eine Weiterbeschäftigung bei Sauber oder für ein anderes Teams zu empfehlen. “Zum jetzigen Zeitpunkt weiß ich noch nicht, für welches Team ich im nächsten Jahr fahre.“ Die Stärken des 33-Jährigen sind hinlänglich bekannt. Sorgen macht er sich nicht. “Ich gehe davon aus, auch in Zukunft in der Formel anzutreten.“

169 Grand-Prix-Teilnahmen hat Heidfeld schon auf dem Buckel. Auf einen Sieg wartet “Quick Nick“ allerdings noch immer. Der so ersehnte erste Platz war ihm auch nicht mit dem damals starken BMW gelungen. Nach dem Rückzug des bayrischen Automobilbauers stand Heidfeld dann nach der vergangenen Saison ohne Vertrag da. Er entschied sich für den Reservisten-Job bei Mercedes hinter Michael Schumacher und Nico Rosberg. Von August an durfte er als Testfahrer für den künftigen Formel-1-Reifenlieferanten Pirelli etliche Runden drehen.

“Diese paar Monate waren schon eine schwere Zeit, aber unter den Umständen war es das Beste, was ich machen konnte“, meinte Heidfeld. Den Glauben an sich hat er nie verloren: “Nein. Zweifel hatte ich nicht, aber man muss sich natürlich kümmern, wenn man für eine gewisse Zeit keinen Platz als Einsatzfahrer hat.“

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Probleme bei seiner Rückkehr sieht er auch nicht, zumal er seinen Arbeitgeber bestens kennt. Sieben seiner bisher fast elf Formel-1- Jahre hat er bei dem Rennstall aus dem schweizerischen Hinwil verbracht. Das “Gefühl Rückkehr“ sei aber noch nicht komplett, “das wird erst am Rennwochenende in Singapur passieren“.

dpa

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