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Heimniederlage für Gladbach

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- Mönchengladbach - Nach vier sieglosen Spielen in Serie hat Bayer Leverkusen seine sportliche Talfahrt gestoppt und Borussia Mönchengladbach die erste Heimniederlage in der Fußball-Bundesliga seit neun Monaten zugefügt.

Die Werkself gewann im Borussia-Park mit 2:0 (1:0) und bleibt damit auch im 21. Spiel nacheinander gegen Gladbach unbesiegt. Die Borussia hingegen steckt nach drei Niederlagen innerhalb von acht Tagen in einer sportlichen Krise. Vor 51 227 Zuschauern erzielten Marko Babic (12.) und Andrej Woronin (74.) die Treffer für die Leverkusener. Die Gladbacher enttäuschten in ihrem fünften Heimspiel auf ganzer Linie.

«Wir haben heute verdient verloren. Das ist für uns eine ganz neue Situation. Wir müssen jetzt sehr kritisch mit der Mannschaft umgehen», befand Gladbachs Trainer Jupp Heynckes. Leverkusens Coach Michael Skibbe sagte: «Ich bin natürlich sehr erleichtert - wie die ganze Mannschaft. Wichtig ist, dass wir jetzt Ruhe im Verein haben. Ich bin vor allem mit der Defensivleistung meines Teams zufrieden.»

Drei Tage nach der Pokalpleite in Osnabrück waren die auf sieben Positionen veränderten Gladbacher von Beginn an um Wiedergutmachung bemüht. Doch nach den ersten Angriffsversuchen von Neuville und Co. wurden die Borussen kalt erwischt. Ein Pass von Sergej Barbarez kam bei Linksverteidiger Babic an, dessen Schuss Torhüter Kasey Keller zum 0:1 durch die Beine passieren ließ. Für den Kroaten war es das erste Bundesligator seit über 14 Monaten. Die Reaktion der Gastgeber, bei denen Verteidiger Bo Svensson nach 18 Minuten bereits verletzt ausgewechselt wurde, ließ nicht lange auf sich warten. Marvin Compper (16.) und Kahe (18.) scheiterten jedoch knapp mit ihren Kopfbällen.

Die Leverkusener, die mehrere Wochen auf ihren an einer Fußverletzung laborierenden Kapitän Carsten Ramelow verzichten müssen, gewannen durch die frühe Führung an Sicherheit und versuchten dem Druck der Gastgeber immer wieder Entlastungsangriffe entgegenzusetzen. Bis dahin stand auch die stark kritisierte Bayer- Defensive besser als zuletzt und ließ im ersten Abschnitt wenig echte Torchancen zu. Die besten Leverkusener Gelegenheiten vergaben Karim Haggui per Kopf nach Ecke von Bernd Schneider (36.) sowie Woronin aus kurzer Distanz kurz vor der Pause.

Nach dem Wechsel brachte Borussen-Trainer Jupp Heynckes für den enttäuschenden Argentinier Federico Insua den Schweizer David Degen. Die Gladbacher verstärkten ihre Offensivbemühungen und hatten durch Oliver Neuville eine gute Ausgleichsmöglichkeit. Doch der Nationalspieler scheiterte mit einem Freistoß am guten Torhüter Jörg Butt (55.). Insgesamt fehlte dem Angriffsspiel der Borussia aber Durchschlagskraft und Inspiration. Neuville war bemüht, Kahe blieb blas und aus dem Mittelfeld kam zu wenig Unterstützung. Leverkusen kam nur noch selten zu Kontern. Einen davon nutzte der frühere Gladbacher Woronin zum 2:0-Endstand.

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