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Justine Henin ist nicht zu stoppen

Henin im Halbfinale gegen Zheng - Aus für Roddick

Melbourne - Justine Henin setzt ihr Tennis-Comeback bei den Australian Open mit beeindruckender Selbstverständlichkeit fort.

Die 27-Jährige aus Belgien, die erst vor drei Wochen auf die Tennis-Tour zurückgekehrt ist, ließ sich am Dienstag in Melbourne auch von der an Nummer 19 gesetzten Russin Nadja Petrowa nicht stoppen und zog durch einen 7:6 (7:3), 7:5-Erfolg ins Halbfinale ein. Während Andy Roddick am Australia Day, dem Nationalfeiertag Down Under, im Viertelfinale mit 6:7 (4:7), 3:6, 6:3, 6:2, 3:6 am Kroaten Karin Cilic scheiterte, erwartet die Siegerin von 2004 nun die Chinesin Li Zheng. Diese behauptete sich mit 6:1, 6:3 gegen Maria Kirilenko aus Russland.

“Das war sicherlich nicht mein bestes Match, aber ich hatte Probleme damit, erstmals hier in Australien in der prallen Sonne spielen zu müssen“, sagte die siebenmalige Grand-Slam-Siegerin, die in Brisbane in der Halle und im Melbourne Park bislang in der Nacht oder unter wolkenverhangenem Himmel gespielt hat. Deshalb habe sie große Schwierigkeiten gehabt, ihren Rhythmus zu finden. “Das ist mir eigentlich das ganze Match nicht gelungen. Nein, sie sei sogar ängstlich gewesen, speziell zu Beginn des zweiten Satzes.

“Ich bin froh, im Halbfinale zu sein“, sagte sie und konnte dem frühen Spieltermin dann doch etwas Positives abgewinnen. “Jetzt ist es gut, weil ich den Tag noch zum Regenerieren habe und dann zwei Nächte - die brauche ich auch, denn der Akku ist ziemlich leer.“ Kein Wunder, denn erst vor gut drei Wochen hat Justine Henin wieder mit dem Tour-Tennis begonnen, nachdem sie 20 Monate pausiert hatte.

So sexy ist Damen-Tennis

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Doch die Leidenschaft für das Tennis hat sie zurückgeholt - “und das habe ich noch keine Sekunde bereut“, gestand die zierliche Wallonin. Mit ihren spielerischen Fortschritten sei sie inzwischen auch einverstanden. Die hatten sie selbst nämlich zunächst gar nicht überzeugt, obwohl sie gleich im ersten Turnier in Brisbane im Finale stand. “Ich habe mich seitdem enorm verbessert. Dort konnte ich in den wichtigen Momenten nichts zulegen - jetzt schon.“

Für den an Nummer sieben gesetzten Andy Roddick war Endstation im Viertelfinale. Schon nach dem ersten Satz klagte der Amerikaner über Schmerzen in der Schulter und ließ sich mehrfach behandeln. Doch nach einer “Wunderheilung“ kam der 27-Jährige zurück und lieferte Cilic über fünf Sätze einen heißen Kampf. Am Ende schienen ihm die schweren Matches gegen den Spanier Feliciano Lopez und den Chilenen Fernando Gonzalez zuzusetzen und der vom früheren Becker-Trainer Bob Brett betreute Cilic kam im dritten Vergleich zum zweiten Sieg. In der Vorschlussrunde trifft der 21-Jährige auf Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien oder auf den Briten Andy Murray.

dpa

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