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Marcel Hirscher jubelt in Schladming über seinen 54. Weltcup-Sieg seiner Karriere. Foto: Expa/Johann Groder

Flutlich-Slalom

Hirscher holt in Schladming 54. Weltcup-Sieg

Marcel Hirscher ist der beste Skirennfahrer der Gegenwart und nun auch gemeinsam mit Hermann Maier der beste Österreicher der Geschichte. Mit seinem Sieg in Schladming egalisierte er den Rekord des "Herminators" - getrübt wurde die Freude durch dumme Zuschauer.

Schladming (dpa) - Marcel Hirscher hat den Flutlicht-Slalom in Schladming gewonnen und mit dem 54. Weltcup-Sieg seiner Karriere den Rekord von Hermann Maier eingestellt.

An einem weiteren Tag mit deutschen Ergebnissen jenseits der Top 15 verwies Hirscher am Dienstagabend Henrik Kristoffersen mit 0,39 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Weltweit hat bei den Herren nur noch Ingemar Stenmark aus Schweden mit seinen 86 ersten Plätzen mehr Erfolge im Weltcup als die beiden Ski-Legenden aus Österreich. "Ein Traum ist wahr geworden", sagte Hirscher. "Das hier in Schladming, vor dieser Kulisse! Ich bin hier noch nie mit so vielen Emotionen gefahren."

Im letzten Slalom vor den Olympischen Winterspielen holte Hirscher am Dienstag den sechsten Saisonsieg in seiner Paradedisziplin. Kristoffersen war im Ziel fuchsteufelswild, weil er bei seiner Fahrt mit Schneebällen beworfen worden war. Als Hirscher noch vor der Siegerehrung davon erfuhr, entschuldigte er sich für das Verhalten der Fans. "Mir tut es sehr leid für Henrik. 99,9 Prozent der Zuschauer waren großartig, aber diese 0,1 Prozent sind etwas beschämend", sagte Hirscher ungefragt beim ersten Interview.

Von Maier kamen schriftliche Glückwünsche, auf einen Besuch in Schladming hatte der inzwischen 45-Jährige verzichtet. Das Verhältnis der beiden gilt als belastet.

Dritter vor der gewaltigen Kulisse mit mehreren zehntausend Zuschauern in der Steiermark wurde Daniel Yule aus der Schweiz. Für die deutschen Skirennfahrer gab es wie schon am Sonntag kaum Erfolgserlebnisse. Zwei Tage nach dem 18. Platz von Fritz Dopfer in Kitzbühel war Linus Straßer auf der WM-Strecke von 2013 mit Rang 18 der Beste aus dem Deutschen Skiverband.

"Man tut und macht und will, dann ist das bitter", kommentierte er seine Leistung und das Resultat. Fritz Dopfer kam auf Platz 20, Dominik Stehle war einen Rang besser. "Unterm Strich zumindest eine einigermaßen gute Platzierung. Ich habe mir etwas mehr vorgenommen, aber passt", sagte Stehle.

Er hatte am Abend sogar unverhofft noch eine Chance bekommen, sich nach einem bislang völlig verpatzten Winter doch noch für Olympia zu qualifizieren. Weil der Deutsche Olympische Sportbund bei seinen Nominierungen wenige Stunden zuvor entschied, auch Athleten mit einer halben Norm mit nach Pyeongchang zu nehmen, hätte dem Allgäuer am Abend auf der Planai ein 15. Platz für sein Olympia-Ticket genügt. Auch weil er seine Brille durch einen Schlag verlor, klappte das aber nicht.

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