«Ich habe nie auf die von mir geleiteten Spiele gewettet»

- Düsseldorf - Der des Betrugs verdächtigte Fußball- Schiedsrichter Robert Hoyzer hat die Manipulationsvorwürfe öffentlich bestritten. «Ich habe nie auf die von mir geleiteten Spiele gewettet», sagte der 25 Jahre alte Student aus Berlin in der «Bild»- Zeitung.

Obwohl der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger betont hatte, es lägen Erkenntnisse über die Manipulation der von Hoyzer geleiteten Spiele vor, wehrt sich der Schiedsrichter gegen die Anschuldigungen. «Die Vorwürfe machen mich sehr nachdenklich, unruhig und bestürzt. Ich kann sie nicht nachvollziehen», sagte Hoyzer, der aus seinem Verein ausgetreten war und sein Amt als Schiedsrichter niederlegt hatte.

Seinen Rücktritt wollte er nicht als Schuldeingeständnis verstehen. «Nein. Totgesagte leben länger. Ich werde für mich kämpfen», sagte Hoyzer. Der mittlerweile in Salzgitter lebende Student für Bauingenieurwesen hat sich nach den Beschuldigungen zurückgezogen.

Für das Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und Bayer Leverkusen war Hoyzer vor seinem Rücktritt noch als vierter Schiedsrichter vorgesehen. Dass Zeugen aus dem Kreis der Unparteiischen ihn belastet haben könnten, hält Hoyzer für unwahrscheinlich: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schiedsrichterkollegen mir so etwas unterstellen.»

Unterdessen hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main seine Beratungen über die Affäre um Schiedsrichter Robert Hoyzer aufgenommen. Die Sitzung steht unter der Leitung der DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger.

Vom 13-köpfigen Präsidium nehmen acht Mitglieder an den Beratungen teil. Neben dem DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun fehlen auch Franz Beckenbauer als Vorsitzender des Organisationskomitees der Fußball-WM 2006 und dessen Stellvertreter Horst R. Schmidt, die zur gleichen Zeit in Neu-Isenburg zusammen mit dem Weltverband FIFA die Öffentlichkeit über den Ticketverkauf für die Titelkämpfe in Deutschland unterrichten.

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